Als Larry Page und Sergey Brin 1995 Google gründeten, erkannten sie ein grundlegendes Problem: Zwar konnten bestehende Suchmaschinen wie Yahoo Nutzer:innen dabei helfen, relevante Websites zu finden. Doch sie waren nicht in der Lage, zuverlässig zu bestimmen, welche Ergebnisse wirklich hochwertig waren.
Page und Brin stellten fest, dass die Wissenschaft bereits einen bewährten Qualitätsindikator nutzte: Zitationen. Eine Zitation zeigt, dass eine Arbeit zuverlässig und relevant genug ist, um darauf zu verweisen. Wenn Wissenschaftler:innen ein Paper veröffentlichen, wird dessen Bedeutung unter anderem daran gemessen, wie häufig andere Forschende es im Laufe der Zeit in ihren eigenen Arbeiten zitieren.
Google übertrug dieses Prinzip auf das Web und nutzte Backlinks im SEO als digitales Pendant zur Zitation. Je mehr Backlinks eine Website erhält, desto höher wird ihre Qualität eingeschätzt. Andere Suchmaschinen übernahmen diesen Ansatz. Zwar ist die Bewertung von Websites heute deutlich komplexer, doch das Grundprinzip gilt weiterhin: Backlinks für SEO sind ein zentraler Qualitätsindikator und ein wesentlicher Baustein für nachhaltigen SEO-Erfolg.
Da Suchmaschinen entscheiden, welche Websites für bestimmte Suchanfragen am relevantesten sind und die Ergebnisse entsprechend sortieren, solltest du deine E-Commerce-Website gezielt optimieren. So stellst du sicher, dass potenzielle Kund:innen dich finden.
Was sind Backlinks für SEO?
Backlinks – auch als eingehende Links bekannt – sind Verlinkungen von anderen Websites, die auf deine Website verweisen. Wenn deine Seite auf eine andere verlinkt, hast du ihr einen Backlink gegeben. Wenn wiederum eine andere Website auf deine verlinkt, erhältst du einen Backlink. Backlinks können auf jede einzelne Seite deiner Website führen. Sie müssen nicht auf die Startseite verlinken, um als Backlinks im SEO zu zählen.
Backlinks unterscheiden sich von internen Links. Interne Links sind Verlinkungen innerhalb deiner eigenen Website. Wenn deine Startseite zum Beispiel auf deine „Über uns“-Seite verlinkt, handelt es sich um einen internen Link und nicht um einen Backlink.
Suchmaschinen wie Google nutzen sogenannte Crawler. Das sind automatisierte Programme, die das Internet systematisch durchsuchen. Sie lesen und interpretieren den Text auf einer Website, den sogenannten Ankertext. Crawler folgen den Links im Ankertext, entdecken neue Seiten und Inhalte und nehmen diese anschließend in den Index der Suchmaschine auf. Kurz gesagt: Crawler liefern Google Informationen über Backlinks für SEO, um die Relevanz und Bedeutung deiner Website für bestimmte Suchanfragen besser einschätzen zu können.
Arten von Backlinks
Nicht alle Backlinks werden von Suchmaschinen gleich bewertet. Ein Backlink ist zwar grundsätzlich eine Art Vertrauenssignal von einer anderen Website, aber nicht jeder wirkt sich positiv auf deine Backlinks für SEO aus. Suchmaschinen sind besonders vorsichtig, wenn Nutzer:innen versuchen, mit Spam oder betrügerischen Methoden Backlinks zu erzeugen und so das System zu manipulieren.
Um die Qualität einer Website anhand ihres Linkprofils besser einschätzen zu können, unterteilen Suchmaschinen wie Google Links in vier Kategorien:
1. Follow-Links
Follow-Links heißen so, weil Crawler ihnen folgen und ihren Wert erfassen. Es handelt sich dabei um ganz normale Links von einer Website zur anderen. Ein Golf-Blogger könnte zum Beispiel in einem Blogbeitrag auf seine Lieblings-Golfshops verlinken oder auf einen anderen Golf-Blog auf einer „Partner“-Seite hinweisen.
Diese Links sind für SEO besonders wichtig. Wenn eine Website einen Follow-Link erhält, signalisiert das Suchmaschinen, dass sie vertrauenswürdig und relevant ist. Wird ein Link nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, gilt er standardmäßig als Follow-Link.
2. Nofollow-Links
Websites können externen Links ein HTML-Attribut namens Nofollow hinzufügen. Dieses Attribut teilt Crawlern mit, dass die verlinkende Website nicht für die Zielseite bürgt. Häufig kommt Nofollow dort zum Einsatz, wo Inhalte von Nutzer:innen stammen. Foren und Social-Media-Plattformen nutzen es, weil sie nicht kontrollieren können, welche Links geteilt werden. Auch Blog-Kommentarbereiche setzen oft auf Nofollow, um zu verhindern, dass Spam-Websites durch Kommentare künstlich Backlinks für SEO aufbauen.
3. Gesponserte Links
Manchmal bezahlt eine Website für einen Backlink, etwa im Rahmen von gesponserten Artikeln, Werbung oder bezahlten Empfehlungen. In solchen Fällen erwarten Suchmaschinen, dass der Link mit einem Sponsored-Attribut gekennzeichnet wird.
Dieses Signal funktioniert ähnlich wie Nofollow. Es macht deutlich, dass eine kommerzielle Beziehung besteht, und weist Suchmaschinen an, den Link nicht für Rankings zu berücksichtigen. Nicht gekennzeichnete gesponserte Links können zu Ranking-Abstrafungen führen.
4. Spam-Links
Mit der wachsenden Bedeutung von Backlinks im SEO ist auch die Zahl unseriöser Methoden gestiegen. Manche versuchen, Rankings zu verbessern, indem sie Backlinks erzeugen, ohne echtes Vertrauen von anderen Websites zu erhalten.
Suchmaschinen erkennen diese Muster und bestrafen betroffene Websites. Typische Spam-Links sind Kommentar-Spam in Blogs oder Links von sogenannten Link-Farmen. Diese Seiten haben keine echten Leser:innen und existieren nur, um anderen Websites künstlich Backlinks zu liefern.
Wie du Backlinks aufbaust
Im SEO sind Backlinks entscheidend, um die Glaubwürdigkeit und Expertise deiner Website in deiner Branche zu etablieren. Deshalb sollte deine Marketingstrategie darauf ausgerichtet sein, Backlinks als sekundären Nutzen mitzudenken. Je mehr Menschen deine Marke kennenlernen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie auf ihren Plattformen auf deine Website und deren Inhalte verlinken. Diese Marketingtaktiken sind dabei besonders effektiv:
1. Gastblogging
Wenn du oder deine Marke über spezifische Branchenexpertise verfügt, ist das Veröffentlichen von Gastbeiträgen auf anderen Blogs eine wirkungsvolle Möglichkeit, deine Reichweite zu erhöhen und Backlinks für SEO zu verdienen. Betreibst du zum Beispiel einen Onlineshop für Golfschläger für Golfer:innen mit Verletzungen, könntest du einen Gastartikel zur Verletzungsprävention in einer Online-Golfpublikation anbieten. So kannst du deine Marke natürlich erwähnen oder einen Link zu deiner Website in der Autoren-Bio platzieren.
2. Broken-Link-Building
Websites, die es schon länger gibt, enthalten häufig veraltete Seiten, die nicht mehr online sind. Das passiert oft bei Aktionsseiten oder nach Website-Relaunches. Angenommen, eine Website hatte die URL website.de/winter-specials, die Aufmerksamkeit und Backlinks erhalten hat. Wird diese Seite entfernt, verlieren die bestehenden Links ihren Wert, weil sie ins Leere führen. Das Prüfen alter Seiten, deren Wiederherstellung oder das Einrichten permanenter Weiterleitungen (301-Redirects) ist eine effektive Methode, um Backlinks für SEO zu sichern oder zurückzugewinnen.
3. Content-Marketing
Eine der besten Möglichkeiten, Backlinks für SEO organisch zu erhalten, ist die Erstellung und Verbreitung hochwertiger, informativer Inhalte, ohne andere Websites direkt anzusprechen. Achte darauf, dass deine Inhalte originell, gut recherchiert oder klar positioniert sind. So werden Leser:innen deine Website ganz natürlich als wertvolle Ressource verlinken.
Stell dir etwa vor, deine Golfmarke veröffentlicht einen Artikel mit dem Titel „Der ultimative Leitfaden zur Auswahl des richtigen 9er-Eisens“ und teilt ihn in sozialen Medien. Eine andere Person stößt darauf, erkennt den Mehrwert und verlinkt den Artikel in einem ausführlicheren Beitrag zur Schlägerauswahl als hilfreiche Zusatzquelle.
Unabhängig von der gewählten Strategie gilt: Konzentriere dich darauf, Backlinks für SEO von hochwertigen, thematisch relevanten Websites zu erhalten, und zwar zu mehreren Unterseiten deiner Website, nicht nur zur Startseite.
Wie du deinen Backlink-Erfolg analysierst
Das Ziel beim Aufbau eines Backlink-Profils ist es, die Suchmaschinenrankings deiner Website für deine Ziel-Keywords zu verbessern. Das führt langfristig zu mehr organischem Suchtraffic und höheren Conversions. Genau hier zeigt sich der Wert von Backlinks für SEO.
Zwischen organischem Traffic und Backlinks im SEO gibt es jedoch keine direkte Entsprechung. Manchmal führen Dutzende Backlinks kaum zu mehr Besucher:innen. In anderen Fällen kann schon ein einzelner neuer Backlink eine spürbare Verbesserung bewirken. Zusätzlich brauchen Rankings oft mehrere Wochen, bis sich Veränderungen zeigen.
Deshalb betrachten viele SEO-Profis nicht nur nachlaufende Kennzahlen wie Rankings und organischen Traffic. Sie analysieren zusätzlich sogenannte vorlaufende Metriken, um den Erfolg von Backlinks im SEO besser einschätzen zu können:
- Gesamtzahl und neue Backlinks. Du kannst eingehende Links mit der Google Search Console verfolgen, einem kostenlosen Tool für Website-Betreiber:innen. Viele SEO-Expert:innen nutzen auch die kostenpflichtigen Tools von Ahrefs oder STAT für robusteres Tracking.
- Domain Authority bzw. Domain Rating. Während Suchmaschinen selbst keine Bewertung für dein Backlink-Profil bereitstellen, bewerten verschiedene Drittanbieter-Tools dein Backlink-Profil auf einer Skala von 1–99. Die gängigsten Tools sind Semrush (Domain Authority) und Ahrefs (Domain Rating). Diese Tools berücksichtigen verschiedene Metriken wie organischen Traffic und Traffic über Backlinks, um zu bestimmen, wie vertrauenswürdig deine Website ist.
FAQ: Backlinks für SEO
Schaden zu viele Backlinks dem Suchmaschinenranking meiner Website?
Grundsätzlich schadet es deinen Website-Rankings nicht, viele Backlinks für SEO zu haben, solange es sich nicht um Spam handelt. Spam-Links sind Links, die gezielt erstellt wurden, um Suchmaschinenrankings zu manipulieren oder Traffic über irreführende Methoden zu erzeugen. Solche Backlinks im SEO können deinen Rankings schaden.
Erhält eine neue Website zum Beispiel innerhalb kurzer Zeit Hunderte oder Tausende Backlinks, kann das als unnatürliches Verhalten gewertet und als Spam eingestuft werden.
Kann der Kauf von Backlinks das Suchmaschinenranking meiner Website verbessern?
Nein, der Kauf von Backlinks für SEO hilft deinen Rankings nicht. Bezahlte Backlinks müssen mit einem Sponsored-Tag gekennzeichnet sein, das Suchmaschinen anweist, diese Links zu ignorieren. Websites, die bezahlte Links ohne entsprechende Kennzeichnung verwenden, riskieren sogar Ranking-Abstrafungen.
Sind viele minderwertige Backlinks besser als wenige hochwertige?
Die stärksten Profile für Backlinks im SEO bestehen oft aus einer Mischung verschiedener Link-Typen. Grundsätzlich haben jedoch hochwertige Backlinks einen deutlich größeren Einfluss auf deine Rankings als viele minderwertige Links.
Ein Vergleich aus der Wissenschaft macht das deutlich: In einem Paper von einer renommierten Harvard-Professorin zitiert zu werden, ist wertvoller, als in der Hausarbeit eines Erstsemester-Studenten erwähnt zu werden.
Wie erkenne ich, ob ein Backlink hochwertig oder minderwertig ist?
Prüfe zuerst den Link-Typ. Spam-Links oder Nofollow-Links – also Links mit einem Attribut, das Suchmaschinen anweist, keine Ranking-Signale weiterzugeben – gelten als deutlich minderwertiger.
Anschließend solltest du das Backlink-Profil der verlinkenden Website analysieren. Tools wie Ahrefs mit dem Domain Rating eignen sich dafür gut. Je höher das Domain Rating, desto hochwertiger ist in der Regel auch der Backlink.





