Suchmaschinenoptimierung (SEO) war schon immer ein dynamisches Feld. Mit der wachsenden Relevanz von KI-Suchen mit Perplexity, ChatGPT und Co. und einer immer stärker werdenden Differenzierung von Googles Suchergebnissen (AI Overviews und AI Mode) stehen SEO-Expert:innen weltweit nun grundlegenden Veränderungen in ihrem Fachgebiet gegenüber.
In diesem Beitrag erfährst du, was im SEO-Bereich 2026 besonders wichtig ist und wie du mit den richtigen Optimierungen deiner Reichweite in der KI-Ära zu neuen Höhen verhilfst.
Was sind die wichtigsten SEO-Entwicklungen 2026?
Das Online-Suchverhalten fragmentiert sich immer mehr. Nutzer:innen suchen nicht mehr nur bei Google, sondern auch in KI-Systemen wie ChatGPT, Perplexity oder Gemini, aber auch direkt auf Plattformen wie Reddit und YouTube. Künftig spielt „hoch ranken“ also eine untergeordnete Rolle, während Zitierungen in KI-Antworten und Sichtbarkeit in sozialen Suchräumen wertvoller werden.
1. E-E-A-T
E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness. Das Konzept existiert schon länger, wirkt sich mittlerweile aber nicht mehr nur indirekt über Google-Rankings, sondern zunehmend auch direkt auf Sichtbarkeit in KI-gestützten Suchergebnissen aus. Suchmaschinen und KI-Systeme bevorzugen Inhalte, die klar erkennen lassen, woher das Wissen stammt, wie aktuell es ist und warum es vertrauenswürdig ist. Gerade weil immer mehr Inhalte automatisiert mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt werden, gewinnen menschliche Erfahrungen und eine nachvollziehbare Einordnung an Relevanz.
Für dein (E-Commerce-)Unternehmen bedeutet das: Inhalte müssen nicht nur informativ sein, sondern auch Kompetenz und Praxisbezug ausstrahlen. Seiten, die austauschbar wirken oder lediglich bekannte Aussagen wiederholen, verlieren an Wert – unabhängig davon, wie gut sie technisch optimiert sind.
Was im Hinblick auf E-E-A-T zu beachten ist
- Experience: Inhalte sollten auf konkreten Erfahrungen (z.B. Tests oder aus realen Kundenfragen) basieren. Allgemeine Aussagen ohne Kontext wirken schwach und werden weder von Suchmaschinen noch von KI-Systemen als sog. Helpful Content eingestuft.
- Expertise: Fachliche Tiefe ist entscheidend. Verwende Begriffe korrekt, erkläre Zusammenhänge und begründe deine Empfehlungen.
- Authoritativeness: Autorität entsteht durch klare thematische Schwerpunkte. Wenn du ein Thema fortlaufend konsistent abdeckst, wirst du eher als Referenz wahrgenommen.
- Trustworthiness: Transparenz ist Pflicht. Dazu zählen klare Unternehmensangaben, nachvollziehbare Prozesse sowie konsistente Informationen zu Versand, Rückgabe und Preisen. Außerdem schaden veraltete Inhalte oder widersprüchliche Aussagen dem Vertrauen und damit auch der Sichtbarkeit.
Beispiel für die Umsetzung von E-E-A-T
Ein Möbel-Onlineshop führt einen ausführlichen Ratgeber, in dem statt allgemeiner Tipps konkrete Produkttests veröffentlicht werden: Materialvergleiche, Funktionsbeschreibungen etc. – ergänzt werden alle Beiträge durch interne Verlinkungen zu passenden Hilfeseiten sowie klare Angaben von Autor:innen. So werden im eigenen Kompetenzbereich E-E-A-T-Prinzipien genutzt, um neben dem E-Commerce-Geschäft organische Sichtbarkeit zu erzeugen.
In diesem Video (auf Englisch) zeigen wir dir einige Grundlagen für dein Google-Ranking:
2. KI-Sichtbarkeit
Einer der wichtigsten SEO-Trends der letzten Zeit ist die Fähigkeit von Inhalten, in KI-Suchsystemen aufzutauchen oder dort für die Wiedergabe von Informationen genutzt zu werden. Da Zero-Click-Suchen immer häufiger werden, wird Sichtbarkeit nicht mehr nur über blaue Links definiert, sondern auch über die Frage, ob Inhalte als zuverlässige Quelle erkannt und in Antworten integriert werden.
Im Unterschied zur klassischen Suchmaschinenoptimierung geht es bei KI-SEO, GEO oder AIO nicht primär um Rankings, sondern um Zitierfähigkeit, Verständlichkeit und Kontext. KI-Systeme bevorzugen Inhalte, die klar strukturiert sind, eindeutige Aussagen treffen und Zusammenhänge verständlich erklären. Seiten, deren primäres Ziel Keyword-Optimierung ist, werden seltener berücksichtigt.
Was im Hinblick auf KI-Sichtbarkeit zu beachten ist
- Klarer Fokus: Inhalte sollten eine konkrete Fragestellung vollständig beantworten, statt viele Themen oberflächlich zu streifen.
- Struktur: Logische Überschriften, klare Absätze, Listen und kurze Erklärungen helfen KI-Systemen, Inhalte zu erfassen und einzuordnen.
- Eindeutigkeit: Aussagen müssen präzise sein. Relativierungen, Marketingfloskeln oder vage Formulierungen erschweren der künstlichen Intelligenz den Zugang.
- Kontext: Erkläre Begriffe und ordne sie ein, besonders wenn sie mehrere Bedeutungen haben oder branchenspezifisch sind.
- Konsistenz: Inhalte dürfen nicht im Widerspruch zu anderen Seiten deiner Website stehen – uneinheitliche Informationen schwächen die Glaubwürdigkeit.
- Aktualität: KI-Systeme greifen bevorzugt auf Inhalte zurück, die als aktuell und gepflegt erkennbar sind.
Beispiel für die Umsetzung von KI-Sichtbarkeit
Eine Agentur erstellt einen Leitfaden zu einem komplexen Fachthema, etwa zur Auswahl geeigneter Marketing-Kanäle. Der Beitrag beginnt mit einer klaren Definition von Marketing-Kanälen, grenzt verwandte Begriffe ab und beantwortet anschließend typische Nutzerfragen in logisch aufgebauten Abschnitten. Es wird Wert darauf gelegt, dass jede Aussage konkret formuliert ist und Empfehlungen begründet und durch Beispiele ergänzt werden. Durch die saubere Struktur und den klaren thematischen Fokus ist der Inhalt nicht nur für klassische Suchergebnisse relevant, sondern auch als Quelle für KI-Antworten.
Lesetipp: Wie du Inhalte so umsetzt, dass sie wahrscheinlicher von KI-Systemen zitiert werden, erfährst du in unserem Beitrag zu ChatGPT-SEO.
3. Search Everywhere Optimization
Search Everywhere Optimization gibt als Weiterentwicklung des klassischen SEO-Begriffs (Search Engine Optimization) wieder, dass Suche nicht mehr auf klassische Suchmaschinen beschränkt ist. Nutzer:innen suchen Informationen heute auch auf Social-Media-Plattformen, in Marktplätzen, auf Videoportalen, in Foren und App-Stores. So entsteht Sichtbarkeit an vielen Touchpoints gleichzeitig – und nicht mehr nur über eine einzige Ergebnisliste.
2026 reicht es daher nicht aus, Inhalte ausschließlich für Google zu optimieren. Wer relevant bleiben will, muss verstehen, wo die eigene Zielgruppe sucht, vergleicht und entscheidet. Inhalte, Marken und Informationen sollten so aufbereitet sein, dass sie plattformübergreifend auffindbar und konsistent sind. Dadurch rückt SEO immer näher an Content- und Social-Media-Marketing sowie Branding heran.
Was im Hinblick auf plattformübergreifende Suchmaschinenoptimierung zu beachten ist
- Plattformlogik verstehen: Jede Plattform funktioniert anders. Während klassische Suchmaschinen textlastig arbeiten, setzen Social- und Video-Plattformen auf visuelle Signale, kurze Formate und Interaktion.
- Einheitliche Botschaften: Informationen zu Produkten, Leistungen oder Themen sollten über alle Kanäle hinweg konsistent bleiben, um Vertrauen aufzubauen und Verwirrung zu vermeiden.
- Formate anpassen: Konsistent bleiben heißt nicht automatisch, dass Inhalte identisch sein müssen. Schneide sie stattdessen auf das jeweilige Format als Text, Video, Kurzformat oder visuelle Anleitung zu.
- Auffindbarkeit sichern: Führe Profile, Kanäle und Inhalte klar benannt, vollständig ausgefüllt und thematisch fokussiert.
- Daten und Feedback nutzen: Suchanfragen, Kommentare und Fragen auf den unterschiedlichen Plattformen liefern wertvolle Hinweise für neue Inhalte und Optimierungen.
Beispiel für die Umsetzung von Search Everywhere Optimization
Ein Kaffee-Unternehmen analysiert, über welche Kanäle potenzielle Kund:innen nach Informationen suchen. Neben der eigenen Website erstellt es gezielt Inhalte für Video-Plattformen, soziale Netzwerke und Fachcommunities. Ein existierender Blogartikel über den perfekten Mahlgrad von Espressobohnen dient dabei als inhaltliche Grundlage, wird aber je nach Plattform angepasst: als Kurzvideo mit Kernaussagen über die Bohnen, als Carousel mit Tipps zum Mahlen oder als beantworteter Diskussionsbeitrag in einem Forum. Alle Inhalte verweisen inhaltlich aufeinander und transportieren dieselbe Kernbotschaft – so profitiert das Unternehmen nicht nur von der Sichtbarkeit an einem Ort, sondern entlang aller digitalen Suchmöglichkeiten.
4. Topical Authority & Kontext
Topical Authority nimmt Rückbezug auf die E-E-A-T-Prinzipien beschreibt aber speziell die thematische Autorität einer Website oder Marke innerhalb eines klar abgegrenzten Themenfelds. Mittlerweile gehört sie zu den wichtigsten Faktoren für Sichtbarkeit, weil sowohl Suchmaschinen als auch KI-Systeme Inhalte zunehmend im Gesamtzusammenhang bewerten.
Ein zentraler Treiber dieser Entwicklung ist der sog. Query Fan Out. Dabei zerlegen KI-Systeme Suchanfragen in viele inhaltlich miteinander verwandte Teilfragen wie Definitionen, Hintergründe, Anwendungsfälle, Vor- und Nachteile oder typische Probleme. Nur Inhalte, die diese thematische Breite abbilden, werden dann als verlässliche Quelle eingestuft. Topical Authority entsteht also nicht durch einen starken Artikel, sondern durch die Verknüpfung von inhaltlich verwandten Seiten, die gemeinsam ein Thema vollständig erklären.
Was im Hinblick auf Topical Authority zu beachten ist
- Themen sauber abgrenzen: Definiere Themencluster klar und vermische nicht zu viele unterschiedliche Schwerpunkte.
- Query Fan Out mitdenken: Versuche in deinem Content, typische Folgefragen zu antizipieren und direkt mitzubeantworten.
- Tiefe statt Masse: Viele oberflächliche Seiten schaden mehr, als wenige inhaltlich starke.
- Interne Verknüpfung: Inhalte müssen logisch miteinander verbunden und verlinkt sein, damit Suchmaschinen und KI den thematischen Zusammenhang leicht erkennen.
- Konsistenter Kontext: Verwende Begriffe, Definitionen und Aussagen innerhalb eines Themenfelds immer einheitlich.
- Langfristige Pflege: Topical Authority entsteht über einen längeren Zeitraum hinweg, durch kontinuierliche Erweiterung und Aktualisierung.
Beispiel für die Umsetzung von Topical Authority
Ein Fachmagazin positioniert sich als Anlaufstelle für das Thema Suchmaschinenoptimierung. Statt nur einen Artikel zu veröffentlichen, entsteht ein Themenhub mit mehreren Inhalten: einer grundlegenden Einführung, vertiefenden Beiträgen zu Teilaspekten wie On-Page- und Off-Page-SEO, praxisnahen Anleitungen, häufigen Fehlern, Vergleichen und aktuellen Branchenentwicklungen. Jede Seite beantwortet zwar hauptsächlich eine zentrale Frage, ist aber logisch mit den anderen verknüpft. So deckt der Themenkomplex den gesamten Query Fan Out ab.
5. Technisches SEO
Technisches SEO bleibt weiterhin ein grundlegender Bestandteil jeder SEO-Strategie, verändert aber seine Rolle. Es ist weniger Differenzierungsmerkmal als Eintrittsvoraussetzung. Seiten, die technisch nicht sauber aufgestellt sind, fallen zunehmend durch das Raster – vor allem in einer Umgebung, in der Suchmaschinen und KI-Systeme Inhalte blitzschnell erfassen, verarbeiten und bewerten müssen.
Dabei geht es nicht nur um Ladezeiten oder Crawling, sondern um die gesamte technische Verständlichkeit einer Website. Je komplexer die Abfragen werden, desto wichtiger ist auch eine fehlerfreie technische Basis.
Was im Hinblick auf technisches SEO zu beachten ist
- Crawlbarkeit und Indexierung: Seiten müssen für Suchmaschinen und KI-Systeme stets erreichbar sein. Saubere Statuscodes, klare Indexierungsregeln und eine logische Seitenstruktur sind Pflicht.
- Performance: Schnelle Ladezeiten und stabile Darstellung wirken sich nicht nur auf Rankings, sondern auch auf Nutzersignale aus. Langsame Seiten verlieren Sichtbarkeit und Vertrauen.
- Mobile Nutzbarkeit: Mobile Optimierung gehört mittlerweile zum absoluten Standard. Inhalte müssen auf kleinen Displays genauso vollständig nutzbar sein wie auf dem Desktop.
- Strukturierte Daten: Überschriften, Listen und klar definierte Seitentypen sind wichtiger als komplexe technische Spielereien. Markup-Sprachen wie JSON-LD sorgen zusätzlich für eine saubere Struktur, durch die Crawler deine Inhalte schneller verstehen.
- Fehlerfreiheit: Lange Weiterleitungsketten, kaputte Links, doppelte Inhalte oder inkonsistente URLs schwächen die Gesamtqualität einer Website.
Beispiel für die Umsetzung von technischen SEO-Maßnahmen
Ein B2B-Unternehmen führt online einen umfangreichen Produktkatalog und überprüft regelmäßig die technische Basis seiner Website. Indexierungsprobleme werden bereinigt, veraltete URLs sauber weitergeleitet und Ladezeiten gezielt optimiert. Inhalte sind logisch strukturiert, mobil vollständig nutzbar und technisch einheitlich umgesetzt. So wird trotz einer großen Website eine stabile Grundlage für die effiziente Erfassung und Einordnung geschaffen.
6. Core Web Vitals
Core Web Vitals messen die technische Qualität deiner Website. Anknüpfend an den technischen SEO-Teil stehen hier die Ladegeschwindigkeit, Interaktivität und visuelle Stabilität im Fokus. Diese Kennzahlen sind kein kurzfristiger Trend, sondern schon länger ein fortlaufendes Qualitätskriterium. Mittlerweile werden Core Web Vitals weniger als direkter Ranking-Booster, sondern stärker als Filter für Nutzersignale verstanden.
Da in Zeiten von AI Search Antworten zunehmend direkt ausgespielt werden, sind die Ansprüche von Crawlern an Webseiten hoch. Inhalte müssen sofort verfügbar, stabil dargestellt und ohne Verzögerung nutzbar sein.
Was im Hinblick auf Core Web Vitals zu beachten ist
- Largest Contentful Paint (LCP): Der wichtigste sichtbare Inhalt sollte schnell geladen werden – große Bilder, Videos oder Slider bremsen diesen Wert häufig aus.
- Interaction to Next Paint (INP): Seiten müssen zügig auf Eingaben reagieren. Lange JavaScript-Ausführungen oder komplexe Tracking-Setups wirken sich negativ aus.
- Cumulative Layout Shift (CLS): Inhalte dürfen sich beim Laden nicht unkontrolliert verschieben. Typische Ursachen dafür sind fehlende Größendefinitionen von Bildern oder zeitversetzt nachgeladene Elemente.
- Mobiler Zugang: Core Web Vitals werden primär mobil bewertet und auch gute Desktop-Werte können schlechte mobile Ergebnisse nicht ausgleichen.
- Real User Data: Entscheidend sind echte Nutzerdaten, nicht nur Laborwerte aus Tests. Schwankungen im Alltag zählen dabei mehr als ideale Bedingungen.
- Dauerhafte Pflege: Neue Inhalte, Plugins oder Designänderungen können Werte jederzeit verschlechtern und müssen daher regelmäßig überprüft werden.
Beispiel für die Umsetzung von sauberen Core Web Vitals
Ein kleiner Onlineshop für Babykleidung sorgt durch ein Setup mit Shopify ohne technisches Hintergrundwissen und Code-Aufwand für schnelle Ladezeiten und eine stabile Medienanzeige. So entstehen mit geringem Aufwand gute Core Web Vitals, die die Seite für Suchmaschinen und KI-Suchsysteme leicht zugänglich und deren Inhalte besser kontextualisierbar machen.
7. User Generated Content
Nutzergenerierte Inhalte, also User Generated Content (UGC), gehören zu den SEO-Trends 2026, weil sie zwei zentrale Entwicklungen zusammenführten: steigende Skepsis gegenüber reinem Marketing-Content und den wachsenden Einfluss von Nutzersignalen auf SEO und künstliche Intelligenz. Inhalte, die nachweislich von natürlichen Nutzer:innen stammen, gelten als besonders glaubwürdig, praxisnah und aktuell.
UGC entsteht überall dort, wo echte Erfahrungen sichtbar werden: Bewertungen, Kommentare, Forenbeiträge, Social Posts oder Erfahrungsberichte. Diese Inhalte spiegeln reale Sprache, reale Probleme und reale Nutzungsszenarien wider – genau das macht sie für Suchsysteme interessant, weil sie Suchintentionen oft präziser abbilden als klassischer SEO-Content.
Was im Hinblick auf User Generated Content zu beachten ist
- Qualität vor Quantität: Nicht jeder nutzergenerierte Inhalt ist automatisch wertvoll – vermeide deshalb unmoderierten Spam und inhaltsleere Kommentare.
- Relevanz sichern: Nutzerinhalte sollten immer thematisch zur Seite passen und nicht durch Diskussionen ohne Bezug den Kontext verwässern.
- Struktur schaffen: Bewertungen, FAQs oder Kommentare müssen technisch und inhaltlich sauber eingebunden sein, damit sie nicht nur für Nutzer:innen sondern auch für Suchsysteme verständlich bleiben.
- Integration statt Isolation: UGC wirkt stärker, wenn er ein organischer Teil des Hauptinhalts ist und nicht einfach als nachträglich hinzugefügter Anhang erscheint.
Beispiel für die Umsetzung von nutzergenerierten Inhalten
Ein Onlineshop für Solaranlagen nutzt auf seiner Website Bilder und Videos von den Anlagen seiner Kund:innen, um die verhältnismäßig teuren Produkte praxisnah zu vermarkten. Ergänzt durch Bewertungen und kurze Erfahrungsberichte entsteht ein lebendiger Content-Bereich, der laufend wächst, Suchanfragen mit echter Sprache abdeckt und gleichzeitig Vertrauen aufbaut.
8. Barrierefreiheit
Barrierefreiheit entwickelt sich von einem Randthema zu einem festen Qualitätsfaktor – auch für die Suchmaschinenoptimierung. Das seit 2025 geltende Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) bringt neue Vorgaben mit, die B2C-Webseitenbetreiber:innen einhalten müssen. Allerdings vereinfachen barrierefreie Websites nicht nur für Menschen die Nutzung. Sie begünstigen auch die Accessibility für Crawler und werden damit zu einem indirekten, aber wirkungsvollen SEO-Hebel.
Barrierefreiheit bedeutet dabei nicht nur Unterstützung für Menschen mit dauerhaften Einschränkungen. Bedenke auch temporäre oder situative Einschränkungen wie schlechte Lichtverhältnisse, langsame Verbindungen oder die Nutzung von Screenreadern und Sprachassistenten. Diese Anforderungen überschneiden sich mit bewährten SEO-Prinzipien rund um eine klare Struktur, gute Lesbarkeit und einen sauberen Code.
Was im Hinblick auf eine barrierefreie Website zu beachten ist
- Lesbarkeit: Klare Sprache, verständliche Sätze und ausreichend Kontrast verbessern sowohl die Nutzererfahrung als auch die Inhaltsverarbeitung durch KI.
- Alternativtexte: Bilder, Grafiken und interaktive Elemente benötigen sinnvolle Beschreibungen, die den Inhalt erklären und nicht nur dekorativ sind.
- Tastaturbedienbarkeit: Zentrale Funktionen zur Navigation, Eingabe und Kontaktaufnahme müssen ohne Maus nutzbar sein.
- Struktur und Semantik: Baue Seiten durch Überschriften, Listen und Absätze logisch auf, damit Screenreader und Suchsysteme Inhalte korrekt erfassen können.
- Medien und Interaktion: Ermögliche Untertitel und klare Beschreibungen für Videos und Audioinhalte und stelle sicher, dass interaktive Elemente nicht ausschließlich visuell funktionieren.
Beispiel für die Umsetzung von Barrierefreiheit
Ein Unternehmen vertreibt Naturkosmetik und nutzt in seinem Shopify-Store Apps, um eine barrierefreie Website-Bedienung zu gewährleisten. Alle Elemente sind gut erkennbar, per Tastatur erreichbar und Bilder werden mit beschreibenden Alternativtexten ergänzt. Dadurch verbessert sich nicht nur die Zugänglichkeit für Menschen mit Einschränkungen, sondern auch die Verständlichkeit für Suchmaschinen und KI-Systeme.
Fazit: SEO-Trends kennen, um die Reichweite hochzuhalten
SEO entwickelt sich 2026 weiter in Richtung ganzheitlicher Sichtbarkeitsstrategie. Technische Qualität, thematische Autorität, nutzerzentrierte Inhalte und Vertrauen bilden die Basis, um in klassischen Suchergebnissen, KI-Antworten und anderen Suchräumen präsent zu bleiben.
Wer sich nicht mit der Optimierung einzelner Inhalte aufhält und darüber hinaus das Zusammenspiel aus Kontext, Struktur, Erfahrung und Zugänglichkeit als langfristige Qualitätsarbeit bevorzugt zu behandeln, legt den Grundstein hin zu nachhaltiger Reichweite und organischem Traffic.





