Eine Spitzenposition in den Suchergebnissen ist die Grundvoraussetzung, um in den entscheidenden Phasen der Produktrecherche und Kaufentscheidung mithalten zu können. Suchmaschinen sind weltweit der wichtigste digitale Kanal für die Entdeckung von Marken: Ein Großteil der Internetnutzer:innen findet Marken über Plattformen wie Google und Bing.
Doch was passiert, wenn du die Plattform wechselst, deine Domain umziehst oder die Architektur deiner E-Commerce-Website veränderst? Die Rankings und die Sichtbarkeit in Suchmaschinen, die du dir hart erarbeitet hast, können dadurch gefährdet werden.
Mit der richtigen Strategie für deine SEO-Website-Migration kannst du deine Rankings nicht nur erhalten, sondern nach dem Wechsel sogar den organischen Traffic und deine Verkäufe steigern. In diesem Leitfaden erfährst du, wie das funktioniert. Außerdem erhältst du eine praktische SEO-Checkliste für die Website-Migration.
Was ist eine SEO-Website-Migration?
Eine SEO-Website-Migration ist der Umzug einer Website unter Erhalt ihrer bisherigen SEO-Performance. Viele erfolgreiche E-Commerce-Händler:innen führen eine solche Migration durch, wenn sie ihre Plattform wechseln – beispielsweise beim Wechsel von einer anderen E-Commerce-Plattform zu Shopify.
Inhaltsverzeichnis
Gründe für eine SEO-Website-Migration
Die Gründe für eine SEO-Website-Migration können unterschiedlich sein. Besonders häufig entscheiden sich E-Commerce-Marken aus den folgenden Gründen für einen Website-Umzug:
- Die bisherige Plattform erfüllt ihren Zweck nicht mehr: Eine langsame, umständliche Software, die weder deinen Traffic noch die Anforderungen deines Unternehmens bewältigen kann, ist ein wichtiger Grund für die Migration einer Website.
- Die Seitenstruktur wird verändert: Probleme können entstehen, wenn die Navigation einer Website für Nutzer:innen oder Suchmaschinen schwer verständlich ist. In solchen Fällen ist eine SEO-Website-Migration erforderlich, damit bestehende Seiten ihre organischen Rankings nicht verlieren.
- Die Domain wird gewechselt: Viele E-Commerce-Marken starten mit einer Abwandlung ihres Markennamens als Domain. Sobald sich die Geschäftsidee bewährt hat, investieren sie in eine kürzere Domain. Auch eine Verbesserung der Sicherheit kann ein Grund für einen Domainwechsel sein.
Risiken einer SEO-Website-Migration
Es gibt viele gute Gründe für eine Website-Migration und zahlreiche mögliche Vorteile. Dennoch ist der Umzug auch mit Risiken verbunden:
- Schlechte Nutzererfahrung: Kund:innen erwarten ein reibungsloses Einkaufserlebnis. Wenn sie deinen Onlineshop besuchen und auf doppelte Inhalte oder fehlerhafte Links stoßen, kann das ihr Vertrauen schwächen.
- Verlust von organischem Traffic: Suchmaschinen crawlen deine Website regelmäßig und indexieren die einzelnen Seiten. Dabei erfassen sie unter anderem Traffic, Ladegeschwindigkeit und Absprungrate und berücksichtigen diese Werte bei der Bestimmung der Rankings. Änderungen zwischen zwei Crawling-Vorgängen können deine Platzierungen beeinflussen. Zu den häufigsten Fehlern bei einer Website-Migration gehören veränderte Seiteninhalte, fehlende Informationen über verschobene interne Links und veraltete Seiten, die nicht korrekt weitergeleitet werden.
- Niedrigere Conversion-Raten: Eine schlechte Nutzererfahrung kann zu niedrigeren Conversion-Rates führen. Besonders 404-Fehler und doppelte Inhalte können das Vertrauen in deine Marke verringern und zu mehr Warenkorbabbrüche führen.
Checkliste für die SEO-Website-Migration 2026
- Alte Website und wichtige Kennzahlen sichern
- Kommunikationsplan erstellen
- Strategie für die Website-Migration klar abgrenzen
- Bestehende Seiten prüfen
- Weiterleitungen eins zu eins zuordnen
- 404-Fehler erfassen und beheben
- Adressänderung in der Google Search Console einreichen – nur bei Domainwechseln
- Doppelte Inhalte überwachen und kanonische URLs verwenden
- Core Web Vitals optimieren
- Neue Sitemap in der Google Search Console einreichen
- Google-Analytics-Tracking prüfen und den Launch dokumentieren
- SEO-Performance überwachen und fortlaufend optimieren
Der wichtigste Bestandteil einer erfolgreichen Migration ist ein fundierter Plan. Nimm die folgenden Punkte in deinen Prozess für die SEO-Website-Migration auf. So verhinderst du, dass wichtige Aufgaben übersehen werden, hältst alle Beteiligten auf dem Laufenden und reduzierst negative Auswirkungen auf die Nutzererfahrung.
1. Alte Website und wichtige Kennzahlen sichern
Bei Änderungen am Code, an der Struktur oder an der Plattform deiner Website kann schnell etwas schiefgehen. Sichere deshalb deine alte Website und erstelle für die neue Version eine Staging-Umgebung. Sollten auf der neuen Website schwerwiegende Probleme auftreten, kannst du die vorherige Version wiederherstellen, während du die Fehler behebst. Suchmaschinen-Crawler indexieren die Seiten deiner Testumgebung nicht, solange sie noch nicht veröffentlicht wurden und entsprechend geschützt sind.
Exportiere deine Daten aus Google Analytics 4, kurz GA4, damit du den Traffic vor und nach der SEO-Website-Migration vergleichen kannst. Anhand historischer Analytics-Daten erkennst du, welche Seiten, Kategorien oder Kampagnen den größten Wert erzielt haben. Diese Informationen helfen dir bei der URL-Zuordnung und bei der Priorisierung von Inhalten.
Du solltest außerdem in der Lage sein, die Kennzahlen der alten und der neuen Website miteinander zu vergleichen. Nur so kannst du sehen, ob sich die Investitionen, der Zeitaufwand und die Arbeit für den Umzug ausgezahlt haben.
Ergänze deinen GA4-Export um detaillierte Anmerkungen. Sie dienen als Referenz und helfen dir dabei, URLs, Seiten oder Tracking-Konfigurationen zu identifizieren, die angepasst werden müssen. Gleichzeitig entsteht eine Zeitleiste, durch die du Kennzahlen nach der Migration besser einordnen kannst.
2. Kommunikationsplan erstellen
Während einer Website-Migration arbeiten unterschiedliche Teams an verschiedenen Bereichen der Website. Produktmanager:innen prüfen beispielsweise, ob Produktbeschreibungen vollständig übertragen wurden, und passen sie bei Bedarf an. UX-Teams könnten die Migration nutzen, um das Layout der Website mit dem Ziel höherer Conversion-Raten zu optimieren.
Ohne einen abgestimmten Kommunikationsplan können wichtige Aufgaben der SEO-Website-Migration übersehen oder zum falschen Zeitpunkt durchgeführt werden. Dazu gehören die Zuordnung von Weiterleitungen, Aktualisierungen von Inhalten, das Entfernen von Seiten und die Aktualisierung der Sitemap.
Dein Kommunikationsplan für die Migration sollte die folgenden Punkte enthalten:
- Zeitplan der Website-Migration
- Genaue Übersicht aller geplanten Änderungen
- Zuständigkeit für jeden Punkt der Checkliste
- Vorgehen zur Erfassung und Eskalation von Problemen
Die zeitliche Abstimmung der einzelnen Migrationsschritte muss allen Beteiligten klar kommuniziert werden. Es kann sinnvoll sein, während des Prozesses eine oder mehrere Sperren festzulegen. In diesen Zeiträumen werden sämtliche Aktualisierungen pausiert.
Dadurch verhinderst du beispielsweise, dass dein Produktteam Beschreibungen auf der alten Website aktualisiert, obwohl die Produktinformationen bereits auf die neue Website übertragen werden.
3. Strategie für die Website-Migration klar abgrenzen
Viele E-Commerce-Marken betrachten eine SEO-Website-Migration als Gelegenheit, gleichzeitig ihre gesamte Website zu überarbeiten. Es ist jedoch sinnvoller, jeweils nur eine größere Veränderung vorzunehmen. Wenn du beispielsweise zu einer neuen E-Commerce-Plattform wechselst, solltest du Design, Inhalte, Domainname und Metadaten zunächst möglichst unverändert lassen.
Wenn Google deine Website bereits seit längerer Zeit crawlt, wird eine umfassende Überarbeitung bemerkt. Das gilt für Änderungen an Texten und Bildern ebenso wie für Meta-Beschreibungen oder die Seitenarchitektur. Die Folge kann eine erneute Indexierung und ein vorübergehender Rückgang des organischen Traffics sein.
Je weniger Änderungen du während des Plattformwechsels vornimmst, desto einfacher kannst du die Ursache möglicher Probleme erkennen. Du verfügst dadurch über eine klare Ausgangsbasis für deine Messungen. Das ist sowohl für Performance-Tests als auch für die Optimierung deiner Conversion-Rate wichtig.
4. Bestehende Seiten prüfen
Große E-Commerce-Websites verfügen häufig über Tausende von Seiten. Viele davon enthalten veraltete, überholte oder nicht mehr relevante Informationen. Statt sämtliche Inhalte auf die neue Website zu übertragen, solltest du alle bestehenden Seiten prüfen und überflüssige Inhalte aussortieren.
Dazu gehören beispielsweise URLs mit schlechten Rankings, die kaum oder keinen organischen Traffic erzielen.
Das Entfernen nicht mehr benötigter Seiten vereinfacht nicht nur die SEO-Website-Migration, sondern kann auch die SEO-Performance verbessern. Suchmaschinen wie Google bevorzugen Websites mit hochwertigen Inhalten. Wenn du URLs mit schwachem Traffic oder schlechten Rankings entfernst und korrekt weiterleitest, steigt der Anteil hochwertiger Inhalte auf deiner Domain.
Erstelle im Rahmen deines umfassenden SEO-Audits zunächst zwei Bestandsaufnahmen:
- Content-Bestand: Eine Liste aller aktuellen Seiten deiner Website, einschließlich Traffic und Keyword-Rankings. So kannst du entscheiden, welche Seiten migriert und welche weitergeleitet werden sollten. Achte dabei auch auf 404-Seiten und verwaiste Seiten ohne interne Verlinkung.
- Backlink-Bestand: Eine Übersicht aller externen Links, die auf deine Website verweisen. Erfasse sowohl die verlinkten Seiten als auch die Autorität der jeweiligen Links. So kannst du tote Links nach der Migration entfernen und Betreiber:innen externer Websites um eine Aktualisierung der Ziel-URL bitten.
5. Weiterleitungen eins zu eins zuordnen
Bei einem Wechsel der E-Commerce-Plattform bleibt die URL-Struktur nur selten vollständig erhalten. Plattformen wie Shopify verwenden beispielsweise eine festgelegte Struktur für Produkt- und Kategorieseiten.
Weiterleitungen sorgen dafür, dass Besucher:innen dieselben Inhalte auch unter den neuen URLs aufrufen können. Gleichzeitig weisen sie Suchmaschinen auf die neuen Adressen hin und signalisieren, dass es sich weiterhin um denselben legitimen Inhalt handelt.
Zu den Best Practices für den Umgang mit Crawling-Fehlern gehören:
- 301-Weiterleitungen für dauerhafte Umzüge verwenden
- Weiterleitungsketten vermeiden
- Weiterleitungen mindestens ein Jahr lang aktiv lassen
- Interne Links direkt auf die endgültigen URLs aktualisieren
- URLs eins zu eins weiterleiten
Vermeide beispielsweise, 100 unterschiedliche Produkt-URLs pauschal auf eine Kategorieseite weiterzuleiten. Nimm dir stattdessen die Zeit, jede Produkt-URL der entsprechenden neuen Produktseite zuzuordnen.
So können Weiterleitungen bei einer E-Commerce-Website aussehen, die auf eine neue Plattform umzieht:
-
website.com/bekleidung-kategorie/schuhe→shopify.com/kollektionen/schuhe -
website.com/weisse-bluse-groesse-12→shopify.com/produkte/weisse-bluse -
website.com/ueberuns→shopify.com/seiten/ueber-uns
6. 404-Fehler erfassen und beheben
Ein Plattformwechsel ist ein guter Zeitpunkt, um 404-Fehler auf deiner Website zu identifizieren und zu beheben. Dazu gehören auch veraltete interne Links, die bei der Planung deiner Weiterleitungen übersehen wurden.
404-Fehler werden auch als fehlerhafte oder tote Links bezeichnet. Sie sind die digitalen Entsprechungen einer Sackgasse. Käufer:innen landen auf einer nicht vorhandenen Seite und ihr Einkaufserlebnis wird unterbrochen. Sie kehren zur Startseite zurück, betätigen die Zurück-Schaltfläche, suchen manuell nach dem gewünschten Produkt oder verlassen die Website vollständig.
Der Bericht zur Seitenindexierung in der Google Search Console sowie SEO-Tools wie Screaming Frog können deine E-Commerce-Website crawlen und fehlerhafte Links anzeigen. Findest du eine URL, die noch nicht korrekt verschoben wurde, solltest du im Backend deiner Website eine Weiterleitung einrichten. Personen, die den fehlerhaften Link aufrufen, gelangen dadurch automatisch zur relevantesten verfügbaren Seite.
Die SEO-Website-Migration ist außerdem ein guter Zeitpunkt, um deine 404-Seite zu optimieren.
7. Adressänderung in der Search Console einreichen
Wenn deine SEO-Website-Migration einen Domainwechsel umfasst, musst du in der Google Search Console eine Adressänderung einreichen. Dadurch erfährt Google, dass deine Website von einer Domain auf eine andere umgezogen ist. Gleichzeitig kann die Suchmaschine die URLs der alten Domain den entsprechenden Inhalten auf der neuen Domain zuordnen.
Dieser Schritt ist nur bei einem Domainwechsel erforderlich. Das Tool für Adressänderungen kann in den folgenden Fällen nicht verwendet werden:
- Beim Wechsel von HTTP zu HTTPS, da Google diese Änderung automatisch erkennt
- Wenn nur einzelne Seiten umziehen, da du in diesem Fall Weiterleitungen verwenden solltest
- Beim Wechsel zwischen einer Domain mit und ohne
www, da hierfür kanonische Tags verwendet werden - Wenn eine Website ohne sichtbare Änderung der URLs verschoben wird
Nach der Verwendung des Tools beginnt bei Google ein Zeitraum zur Signalübertragung, der ungefähr 180 Tage dauert. Nach Ablauf dieses Zeitraums erkennt Google keine direkte Beziehung zwischen der alten und der neuen Domain mehr.
8. Doppelte Inhalte überwachen und kanonische URLs verwenden
Achte auf Seiten mit doppelten Inhalten, also auf identische Texte oder Bilder, die unter mehreren URLs erreichbar sind. Suchmaschinen können bei doppelten Inhalten häufig nicht eindeutig bestimmen, welche URL für eine Suchanfrage am relevantesten ist. Dadurch können in manchen Fällen beide Versionen schlechter ranken.
Ein gewisses Maß an Überschneidungen lässt sich nicht immer vermeiden. Doppelte Inhalte können unter anderem aus den folgenden Gründen entstehen:
HTTP und HTTPS
Die meisten Software-as-a-Service-Plattformen verwenden standardmäßig das sichere Hypertext Transfer Protocol Secure, kurz HTTPS, und stellen für jede Shop-Domain ein SSL-Zertifikat bereit. Fehlt eine Weiterleitung von HTTP zu HTTPS, bleibt möglicherweise auch die HTTP-Version erreichbar. Dadurch entsteht eine zweite Version derselben Inhalte.
Subdomains und Top-Level-Domains
Wenn du mehrere Top-Level-Domains, kurz TLDs, verwendest, musst du Suchmaschinen ausdrücklich darüber informieren, dass diese Domains zusammengehören. Bei Subdomains ist dieser Zusammenhang für Suchmaschinen in der Regel leichter erkennbar.
Hreflang für internationale Websites
Wenn du international verkaufst, teilt ein Hreflang-Tag Suchmaschinen mit, welche Version einer Seite Nutzer:innen abhängig von ihrer Sprache oder Region angezeigt werden soll.
Verwendest du beispielsweise example.com/en-us/product für Nutzer:innen in den USA und example.com/fr-fr/product für französischsprachige Zielgruppen, signalisiert Hreflang Google, welche Seite abhängig von Sprache oder Land ausgeliefert werden soll.
Suchmaschinen sehen zwar mehrere Versionen derselben Seite, erkennen durch die Auszeichnung jedoch, dass die Unterschiede beabsichtigt sind und es sich nicht um unerwünschte Duplikate handelt.
Entwicklungsumgebungen
Unabhängig davon, ob du eigene Entwicklungsshops betreibst oder zusätzliche Stores als Staging-Umgebung verwendest, solltest du diese mit Noindex-Tags versehen. Falls der Passwortschutz eines Entwicklungsshops entfernt wird, verhinderst du so, dass Suchmaschinen-Bots die Inhalte indexieren.
In vielen dieser Fälle solltest du kanonische URLs verwenden. Dabei handelt es sich um die maßgebliche URL, die Suchmaschinen als Originalversion eines Inhalts berücksichtigen sollen.
Bei Shopify werden kanonische URLs standardmäßig gesetzt, um doppelte Inhalte zu verwalten, die im Laufe der Zeit entstehen können. Für fortgeschrittene SEO-Strategien lassen sie sich dennoch bearbeiten.
Wenn du dynamische Produktseiten verwendest, die bei jedem Aufruf andere Inhalte anzeigen, solltest du sicherstellen, dass diese Seiten nicht indexierbar sind. So verhinderst du eine Verwässerung der Produktrankings und mögliche Probleme durch doppelte Inhalte.
9. Core Web Vitals optimieren
Die Core Web Vitals, kurz CWV, sind wichtige Kennzahlen, mit denen Google die Performance von Websites bewertet. Eine Migration umfasst häufig Änderungen an Templates, Skripten, Bildern oder am Hosting. All diese Faktoren können die Core Web Vitals und damit sowohl die Nutzererfahrung als auch deine Rankings beeinflussen – selbst wenn Weiterleitungen und Backlinks erhalten bleiben.
Die Core Web Vitals haben sich weitgehend als Standardkennzahlen für die Messung der Nutzererfahrung etabliert. Das gilt auch für mobile Websites. Googles Framework für Accelerated Mobile Pages, kurz AMP, spielt im Vergleich dazu eine geringere Rolle.
Mit Google PageSpeed Insights kannst du die Performance deiner Website anhand der aktuellen Core-Web-Vitals-Kennzahlen überprüfen:
- Largest Contentful Paint, LCP: Misst, wie lange es dauert, bis das größte sichtbare Inhaltselement einer Seite erscheint, beispielsweise ein Hero-Bild, ein Produktbild oder die Hauptüberschrift. Ein guter LCP-Wert liegt bei höchstens 2.500 Millisekunden.
- Interaction to Next Paint, INP: Misst die Reaktionsfähigkeit einer Seite anhand der Zeit zwischen einer Interaktion, beispielsweise einem Klick oder Tippen, und der nächsten sichtbaren Änderung auf dem Bildschirm. Diese Kennzahl hat den früheren First Input Delay, kurz FID, ersetzt. Ein guter INP-Wert liegt bei höchstens 200 Millisekunden.
- Cumulative Layout Shift, CLS: Misst die visuelle Stabilität einer Seite und erfasst unerwartete Layoutverschiebungen während des Ladens. Dazu gehören beispielsweise Schaltflächen, Bilder oder Banner, die ihre Position verändern, während weitere Inhalte geladen werden. Ein guter CLS-Wert liegt bei höchstens 0,1.
Websites erfassen bei jedem Seitenaufruf im Browser kleine Datenmengen. Ein Tag-Management-System wie der Google Tag Manager kann diese JavaScript-Anfragen bündeln und dadurch die Ladezeit verbessern. Das kann sich nach der Migration positiv auf die Core Web Vitals auswirken.
10. Sitemap an die Google Search Console übermitteln
Überprüfe nach dem Launch deiner migrierten Website, ob die neue Property in der Google Search Console bestätigt wurde.
Reiche anschließend über das Dashboard eine neue XML-Sitemap ein. Dadurch kann die Indexierung deiner neuen Website beschleunigt werden. Suchmaschinen-Crawler machen dich außerdem auf mögliche Fehler aufmerksam, die während der SEO-Website-Migration übersehen wurden.
11. Google-Analytics-Tracking prüfen und Launch dokumentieren
Stelle sicher, dass deine Website in Google Analytics und im Google Tag Manager korrekt eingerichtet ist. Dadurch gewährleistest du eine lückenlose Datenerfassung. Im Echtzeitbericht von Google Analytics kannst du schnell überprüfen, ob deine Website Traffic erhält.
Eine korrekte Datenerfassung ist wichtig, damit du nach der Migration ein verlässliches Bild von Website-Traffic, demografischen Merkmalen und Kundenreise erhältst. Gleichzeitig kannst du die Daten der alten Website präzise mit den Ergebnissen der migrierten Website vergleichen.
Eine korrekte Konfiguration hilft dir außerdem dabei, Performance-Probleme zu erkennen, die während der Migration entstanden sind. Dazu gehören 404-Seiten, die du schnell identifizieren und für eine bessere Nutzererfahrung weiterleiten kannst.
Ein Rückgang des organischen Traffics unmittelbar nach dem Launch ist zunächst kein Grund zur Panik. Diese Entwicklung kann auftreten, während Google die Website erneut crawlt und ihre Struktur verarbeitet.
Verwende die folgenden Tools:
- Google Search Console: Überwache, wie Google deine Seiten crawlt und indexiert, und erkenne Fehler, die schnell behoben werden können.
- Google Analytics 4: Dokumentiere den Tag des Website-Launches und überprüfe wichtige Ereignisse in Echtzeit. Beachte, dass sich der Einrichtungsprozess geändert haben kann, seit du Analytics zuletzt konfiguriert hast.
Der organische Traffic sollte sich erholen und kann langfristig sogar frühere Höchstwerte übertreffen. Dennoch solltest du den organischen Traffic wichtiger Seiten wie deiner Startseite genau beobachten. So stellst du sicher, dass die Autorität auf die neue Website übertragen wird.
Überwache außerdem deine Rankings nach der SEO-Website-Migration. Mit einem Tool wie Semrush kannst du Keywords verfolgen und deine Position mit der des Wettbewerbs vergleichen. Auf diese Weise erkennst du mögliche Website-Probleme, bevor ein erheblicher Trafficverlust entsteht.
12. SEO-Performance überwachen und fortlaufend optimieren
Da sich Suchmaschinenalgorithmen und Ranking-Systeme regelmäßig verändern, sollte SEO dauerhaft ein Bestandteil deiner E-Commerce-Wachstumsstrategie sein. Auch nach dem Plattformwechsel musst du die Entwicklung weiter beobachten. Selbst eine bereits gut funktionierende Website lässt sich weiter verbessern.
Betrachte deine SEO-Website-Migration als Gelegenheit für eine SEO-SWOT-Analyse. Dabei untersuchst du die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken deiner Website und gewinnst wertvolle Erkenntnisse für deine weitere Strategie.
Stelle dir für zusätzliche SEO-Wachstumschancen die folgenden Fragen:
Ist die Google Search Console korrekt eingerichtet?
Die Google Search Console ist dein wichtigster Einblick darin, wie Google deine Website wahrnimmt. Prüfe anhand dieser Fragen, ob dein Konto korrekt eingerichtet ist:
- Hast du die neue Property bestätigt?
- Hast du deine Sitemap nach dem Launch erneut eingereicht?
- Sind alle Seiten indexiert, insbesondere wichtige Produkt-, Kategorie- und Landingpages?
- Zeigt der Fehlerbericht 404-Fehler an?
- Werden Hreflang-Signale bei internationalen Websites korrekt erkannt?
Sind meine Inhalte für Leser:innen wertvoll und hilfreich?
Inhalte gehören zu den wichtigsten Faktoren für deine Suchmaschinenrankings. Optimiere beispielsweise deine Produktbeschreibungen für SEO, um auf den bisherigen Erfolgen aufzubauen.
Verwendet meine Website relevante und gezielte Keywords?
Je besser deine Seiten zu den konkreten Suchanfragen der Nutzer:innen passen, desto höher ist ihre Relevanz. Beobachte, für welche Keywords deine Website rankt und welche Begriffe der Wettbewerb verwendet.
Integriere passende Keywords in deine Website-Texte und Metadaten. Erstelle außerdem hilfreiche Inhalte rund um diese Begriffe, um mehr organischen Traffic zu gewinnen.
Verwendet meine Website HTTPS?
HTTPS steht für Hypertext Transfer Protocol Secure. Es ist ein wichtiges Vertrauenssignal für Kund:innen, die persönliche Informationen oder Kreditkartendaten angeben.
Für jede Domain auf Shopify wird ein SSL-Zertifikat ausgestellt. Shopify bietet außerdem eine Extended-Validation-Zertifizierung, kurz EV, die als zusätzliches Vertrauenssignal dienen kann.
Sind meine URLs optimiert?
URLs sollten möglichst klar aufgebaut und auf die relevantesten Keywords der jeweiligen Produkt- oder Inhaltsseite ausgerichtet sein. Verwende kurze, beschreibende und stabile URLs, die passende Keywords enthalten.
Ist meine Verzeichnisstruktur einfach und höchstens drei Ebenen tief?
Websites können spezielle strukturierte Auszeichnungen verwenden, durch die Suchmaschinen Seiteninhalte und die neue Seitenstruktur leichter verstehen.
Gut strukturierte Websites lassen sich sowohl von Nutzer:innen als auch von Google einfacher navigieren. Eine Struktur mit höchstens drei Ebenen erleichtert Google das Crawling und ermöglicht Käufer:innen, schneller zu den gewünschten Inhalten zu gelangen.
Ist meine Website für Mobilgeräte optimiert und lädt sie schnell?
Es ist immer sinnvoll, die Performance deiner Seiten weiter zu verbessern. Ein vorübergehender Rückgang nach dem Wechsel zu einer anderen Plattform ist nicht ungewöhnlich.
Google hat die Umstellung auf die Mobile-First-Indexierung im Oktober 2023 abgeschlossen. Stelle deshalb sicher, dass die mobile Version deiner Website sämtliche wichtigen Inhalte enthält.
SEO-Performance mit einer erfolgreichen Website-Migration erhalten
Ein Plattformwechsel kann zunächst beunruhigend wirken. Dennoch solltest du die Vorteile berücksichtigen, die eine sorgfältig geplante Migration bietet. Einer dieser Vorteile ist eine verbesserte SEO-Performance.
Nutze diese Checkliste für deine SEO-Website-Migration, um die Performance deiner Website während des Umzugs zu erhalten. Beachte, dass es vier bis sechs Wochen dauern kann, bis sich die Ergebnisse stabilisieren.
Erfahrene Berater:innen für Website-Migrationen können dich bei der Übertragung deiner Inhalte unterstützen und sicherstellen, dass technische Änderungen sorgfältig geplant werden.
Es kann mehrere Monate dauern, bis sich der organische Traffic vollständig stabilisiert. Gleichzeitig besteht die Chance, die SEO-Performance nach dem Wechsel erheblich zu verbessern. Das gilt insbesondere, wenn du von einer veralteten E-Commerce-Plattform zu Shopify wechselst.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Shopify.com-Blog und wurde übersetzt.




