Online-Zahlungsarten entscheiden mit darüber, ob Kund:innen einen Kauf abschließen oder den Warenkorb verlassen. Beim Online-Shopping erwarten sie Auswahl, Sicherheit und einen Checkout, der zu ihren Gewohnheiten passt. Die verschiedenen Zahlungsarten im Internet reichen von Rechnungskauf und Lastschrift über Kreditkarten bis hin zu E-Wallets, Mobile Payment und lokalen Lösungen.
Im deutschen E-Commerce gehören PayPal und Rechnungskauf weiterhin zu den umsatzstärksten Bezahlverfahren. Laut EHI lag PayPal 2025 mit 28,7 Prozent Umsatzanteil vorn, gefolgt vom Kauf auf Rechnung mit 26,1 Prozent, Lastschrift mit 14,4 Prozent und Kredit- bzw. internationalen Debitkarten mit 13,7 Prozent.
Für deinen Shop bedeutet das: Eine einzelne Bezahlmethode reicht selten aus. Kund:innen erwarten Sicherheit, Flexibilität und eine passende Zahlungsoption. Gleichzeitig musst du Gebühren, Zahlungsausfälle, Rückbuchungen und internationale Märkte im Blick behalten.
Was sind Online-Zahlungen?
Online-Zahlungen sind Zahlungsarten, die über das Internet abgewickelt werden. Dazu gehören Kreditkartenzahlungen, Überweisungen und mobile Zahlungen über digitale Geldbörsen wie PayPal oder Apple Pay.
Obwohl Online- und stationäre Zahlungen teilweise dieselben Zahlungsdienste nutzen, unterscheidet sich der Kaufabschluss. Im stationären Handel ist das die physische Kasse, im Onlineshop übernimmt eine digitale Zahlungsschnittstelle diese Rolle. Die eingesetzte Software ist dein virtuelles Kassensystem.
Neben dem Empfang von Kundenzahlungen nutzen Unternehmen Online-Zahlungen übrigens auch, um Rechnungen zu begleichen oder Gehälter auszuzahlen.
Was sind die wichtigsten Online-Zahlungsarten?
Zu den wichtigsten Online-Zahlungsarten gehören PayPal, Kauf auf Rechnung, Kredit- und Debitkarte, Lastschrift bzw. SEPA-Lastschrift sowie schnelle Checkout-Optionen wie Apple Pay, Google Pay oder Shop Pay.
Warum mehrere Online-Zahlungsarten für Onlineshops wichtig sind
Verschiedene Kundengruppen besitzen unterschiedliche Vorlieben, auch wenn es um Zahlungsmittel beim Online-Einkauf geht. Um den Besucher:innen deines Shops das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten, solltest du ihnen verschiedene Bezahlsysteme zur Verfügung stellen. Für deinen Onlineshop ist die Auswahl aus drei Gründen wichtig:
Du reduzierst Kaufabbrüche
Wenn Kund:innen ihre bevorzugte Zahlungsmethode nicht finden, wirkt der Checkout schnell ungewohnt oder unsicher. Eine fehlende Zahlungsmöglichkeit kann besonders bei Neukund:innen dazu führen, dass sie den Kauf abbrechen. Eine passende Mischung aus vertrauten Zahlungsarten, schnellen Wallets und flexiblen Optionen verringert diese Reibung.
Du stärkst Vertrauen
Rechnungskauf, PayPal oder bekannte Kartenanbieter:innen geben vielen Käufer:innen Sicherheit. Gerade bei einem neuen oder noch unbekannten Shop kann eine vertraute Zahlungsart den Ausschlag geben, ob jemand bestellt.
Du erreichst mehr Märkte
Zahlungsgewohnheiten unterscheiden sich stark nach Land. Wenn du international verkaufst, solltest du nicht nur Sprache, Währung und Versand anpassen, sondern auch lokale Zahlungsarten berücksichtigen.
Ein breites Zahlungsangebot bedeutet aber nicht, wahllos jede Methode zu aktivieren. Jede zusätzliche Option bringt Aufwand, mögliche Gebühren und operative Fragen mit sich. Entscheidend ist eine Mischung, die zu deiner Zielgruppe, deinem Sortiment, deinen Märkten und deinem Risikoprofil passt.
Welche Online-Bezahlmethoden gibt es?
Für deinen Shop ist es wichtig, nicht nur die beliebtesten Zahlungsarten anzubieten, sondern auch deren Vor- und Nachteile zu kennen. So kannst du besser einschätzen, welche Methoden Vertrauen schaffen, welche Risiken sie mitbringen und welche Kosten entstehen können. Online-Zahlungsarten lassen sich grob so unterteilen:
| Bezahlmethode | Größter Vorteil | Größter Nachteil | Für Onlineshops |
|---|---|---|---|
| PayPal | Weit verbreitet | Gebühren | Unverzichtbar |
| Rechnungskauf | Hoher Kaufanreiz | Großes Ausfallrisiko | Unverzichtbar |
| Lastschrift | Unkompliziert | Risiko für Rücklastschriften | Extrem wichtig |
| Kreditkarte | Weit verbreitet | Betrugsrisiko | Extrem wichtig |
| Sofort-überweisung | Sehr schnell | Bankdaten werden an Dritte übergeben | Sehr wichtig |
| Giropay | Sehr schnell | Nicht jede Bank nimmt teil | Wichtig |
| Apple Pay | Komfortabel | Auf Apple-Nutzer:innen beschränkt | Optional |
| Google Pay | Komfortabel | Auf Google-Nutzer:innen beschränkt | Optional |
| Shop Pay | Optimierter Checkout | Relativ unbekannt | Sinnvoll |
| Amazon Pay | Hohe Akzeptanz bei Kund:innen | Gebühren, Intransparenz | Sinnvoll, wenn Kund:innen Amazon-affin sind |
| Vorkasse | Extrem Sicher | Verzögerter Versand | Sinnvoll, wenn Kund:innen warten können |
Lesetipp: Populäre Zahlungsmöglichkeiten einzubinden, stärkt das Kundenvertrauen in deinen Shop. Was noch dazu zählt, erfährst du in diesem Beitrag.
Online-Bezahlmethoden im Detail
PayPal, Kauf auf Rechnung oder doch per Vorkasse? Onlineshops bieten mittlerweile eine Vielzahl von Zahlungsmethoden an. Aber welche Online-Zahlungsart ist die beste und worauf solltest du sonst noch achten? Hier findest du Antworten.
- Klassische Zahlungsarten (Lastschrift, Rechnung oder Vorkasse)
- Buy now, pay later & Ratenzahlung
- Kartenzahlungen: Kreditkarten und Debitkarten
- E-Wallets: PayPal
- Mobile Payment: Google Pay und Apple Pay
- Konto-zu-Konto-Zahlungen: Wero
- Zahlungsvereinfachungen: Amazon Pay, Shop Pay
Klassische Zahlungsarten (Lastschrift, Rechnung oder Vorkasse)
Klassische Zahlungsarten sind im deutschen E-Commerce weiterhin wichtig, weil viele Kund:innen sie kennen und ihnen vertrauen. Dazu gehören vor allem Rechnungskauf, Lastschrift, SEPA-Lastschrift und Vorkasse.
Rechnungskauf
Die Zahlung auf Rechnung ist für Käufer:innen besonders attraktiv, weil sie die Ware zuerst erhalten und später zahlen. Beim Kauf auf Rechnung sinkt die Hemmschwelle, da Kund:innen Produkte prüfen können, bevor Geld fließt. Für Händler:innen kann das die Conversion Rate verbessern, bringt aber ein höheres Risiko durch verspätete oder ausbleibende Zahlungen mit sich.
Beim Rechnungskauf können Dienstleister:innen Bonitätsprüfung, Zahlungsgarantie und Mahnwesen übernehmen. Dadurch entstehen zwar Kosten, dafür reduziert sich dein interner Aufwand bei offenen Forderungen.
Lastschrift
Bei der Lastschrift oder SEPA-Lastschrift wird der Betrag direkt vom Bankkonto der Kundschaft eingezogen. Kund:innen hinterlegen dafür meist ihre IBAN und erteilen ein Mandat. Die Zahlung per Lastschrift ist bequem und eignet sich besonders für Stammkund:innen, Abos oder wiederkehrende Zahlungen. Gleichzeitig kann eine Abbuchung zurückgegeben werden, etwa wenn ein Konto nicht gedeckt ist oder eine Zahlung widerrufen wird.
Vorkasse
Vorkasse ist aus Händlersicht risikoarm, weil du erst nach Zahlungseingang versendest. Für Kund:innen ist sie dagegen weniger komfortabel, da sie länger auf die Bestellung warten und dem Shop vorab vertrauen müssen. Deshalb eignet sich Vorkasse eher als ergänzende Option, etwa bei B2B-Bestellungen, Sonderanfertigungen oder sehr hohen Warenkörben. Kund:innen zahlen dabei meist per Überweisung.
Buy now, pay later & Ratenzahlung
Auch Buy now, pay later und Ratenzahlung gehören in diesen Bereich, weil sie den Zahlungszeitpunkt verschieben. Anbieter:innen wie Klarna ermöglichen Kund:innen, später oder in Raten zu zahlen. Für Shops mit höherpreisigen Produkten kann das sinnvoll sein, solange Kosten, Zahlungsfristen und mögliche Retourenprozesse transparent dargestellt werden.
Kartenzahlungen: Kreditkarten und Debitkarten
Kredit- und Debitkarten gehören zu den wichtigsten Online-Zahlungsarten, besonders wenn du international verkaufst. Kund:innen zahlen schnell, die Zahlungsbestätigung erfolgt in der Regel direkt und Karten wie Visa, Mastercard oder American Express sind in vielen Märkten etabliert.
Kartenzahlungen sind fast immer Teil eines soliden Zahlungsangebots. Sie lassen sich gut in automatisierte Checkout-Prozesse integrieren und sind besonders für internationale Kund:innen vertraut. Gleichzeitig solltest du Risiken wie Betrug, Rückbuchungen und Chargebacks berücksichtigen.
Sicherheitsfunktionen wie 3D Secure, Betrugsanalyse und klare Versandnachweise helfen, diese Risiken zu reduzieren. Shopify Payments unterstützt in Deutschland unter anderem Kredit- und Debitkartenzahlungen sowie beschleunigte Checkouts wie Apple Pay, Google Pay und Shop Pay.
E-Wallets: PayPal
E-Wallets speichern Zahlungsdaten und ermöglichen Kund:innen, online zu bezahlen, ohne ihre Konto- oder Kartendaten direkt im Shop einzugeben. Das bekannteste Beispiel im deutschen E-Commerce ist PayPal.
PayPal ist für viele Käufer:innen eine vertraute Zahlungsart. Die Zahlung wird schnell bestätigt, Kund:innen kennen den Käuferschutz und müssen ihre Zahlungsdaten nicht erneut eingeben. Gerade bei neuen oder unbekannteren Shops kann PayPal Vertrauen schaffen und Kaufabbrüche reduzieren.
PayPal ist ein Zahlungsdienst, der mehrere Finanzierungsquellen bündeln kann, zum Beispiel Bankkonto oder Karte. Die Bezahlung per Wallet ist für Kund:innen bequem, für Händler:innen sind jedoch Gebühren, Konfliktfälle und Rückerstattungsprozesse relevant. Bei Käuferschutzfällen solltest du Versand, Zustellung und Kommunikation sauber dokumentieren, damit du im Streitfall nachvollziehbare Nachweise hast.
Mobile Payment: Google Pay und Apple Pay
Auch mobiles Bezahlen im Internet über die jeweiligen Systeme von Google und Apple wird immer beliebter. Aufgrund der hinterlegten Zahlungsdaten bieten sie ein hohes Maß an Komfort im Bezahlprozess.
Apple Pay
Apple Pay ist eine Zahlungsart, die du über das iOS-Betriebssystem sowohl offline als auch online nutzen kannst. Apple Pay ist schnell und unterliegt den Sicherheitsbestimmungen der SCA (Strong Customer Authentication). Allerdings bedarf es dafür eines mobilen Endgerätes von Apple. Für die Zahlung mit Apple Pay fließen Gebühren an Apple. Diese betragen 0,15 Prozent der Transaktionskosten bei Kreditkarten und 0,05 Prozent bei Debitkarten.
Google Pay
Google Pay ist das Pendant zu Apple Pay und lässt sich nur mithilfe von Android Smartphones nutzen. Genau wie Apple Pay bietet auch Google Pay, einmal eingerichtet, eine äußerst schnelle und sichere Offline- und Online-Zahlungsart. Für Google Pay fallen keine zusätzlichen Kosten an, weder für Kund:innen noch für Händler:innen.
Konto-zu-Konto-Zahlungen: Wero
Konto-zu-Konto-Zahlungen ermöglichen Zahlungen direkt vom Bankkonto. Eine aktuelle europäische Lösung in diesem Bereich ist Wero. Wero ist als digitale Wallet und Konto-zu-Konto-Zahlungslösung angelegt und soll Kund:innen ermöglichen, online direkt über ihr Bankkonto zu bezahlen.
Für Händler:innen ist Wero vor allem interessant, wenn du Kund:innen in europäischen Märkten erreichst und eine Alternative zu internationalen Wallets oder Kartennetzwerken anbieten möchtest. Die Lösung ist bereits in Deutschland, Belgien und Frankreich aktiv und wird weiter ausgebaut.
Frühere Verfahren wie Giropay und Sofortüberweisung solltest du nicht mehr als aktive Standardmethoden einplanen: Giropay wurde eingestellt, und Sofort ist auf Shopify nicht mehr als Zahlungsmethode für neue Transaktionen verfügbar. Der frühere Ablauf über Online-Banking zeigt aber, warum kontoähnliche Lösungen weiterhin relevant sind: Kund:innen nutzen vertraute Zugänge ihrer Bank oder Sparkasse und können Zahlungen direkt autorisieren.
Zahlungsvereinfachungen: Amazon Pay, Shop Pay
Zahlungsvereinfachungen beschleunigen den Checkout, weil Kund:innen gespeicherte Zahlungs-, Rechnungs- oder Versanddaten nutzen können. Dadurch müssen sie weniger Informationen manuell eingeben, was besonders im mobilen Checkout hilfreich ist.
Shop Pay
Shop Pay ist der beschleunigte Checkout von Shopify. Kund:innen können Zahlungs-, Rechnungs- und Versanddaten speichern und bei späteren Käufen schneller bezahlen. Für Shopify-Stores ist das besonders relevant, weil wiederkehrende Käufer:innen den Kaufprozess schneller abschließen können.
Da Shopify Payments keine eigenständige Bezahlmethode ist, gelten je nach Gateway unterschiedliche Gebühren, die z. B. von der verwendeten Kreditkarte abhängig sind. Einen Überblick findest du in der Preisübersicht von Shopify.
Amazon Pay
Amazon Pay funktioniert ähnlich: Kund:innen können mit den in ihrem Amazon-Konto gespeicherten Zahlungs- und Versandinformationen bezahlen. Das kann Vertrauen schaffen, wenn deine Zielgruppe Amazon bereits regelmäßig nutzt.
Diese Zahlungsvereinfachungen ersetzen keine vollständige Zahlungsstrategie. Sie ergänzen deinen Checkout vor allem dort, wo Schnelligkeit, Wiedererkennung und mobile Nutzerfreundlichkeit entscheidend sind.
Lesetipp: Du möchtest Klarna als Bezahlmethode anbieten? In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige.
Gebühren, Risiken und Sicherheit bei Online-Zahlungsarten
Online-Zahlungsarten unterscheiden sich nicht nur in der Beliebtheit, sondern auch bei Kosten, Risiken und Sicherheitsanforderungen. Sichere Online-Zahlungen entstehen durch technische Schutzmaßnahmen, klare Prozesse und eine gute Auswahl an Methoden.
Typische Kosten entstehen durch Transaktionsgebühren, monatliche Grundgebühren, Rückbuchungsgebühren, Fremdwährungsgebühren sowie mögliche Kosten für Bonitätsprüfungen, Zahlungsgarantien oder Ratenzahlung. Zusätzlich gibt es indirekte Kosten, etwa durch Support, manuelle Prüfung, Mahnwesen oder Betrugsfälle.
Auch Risiken unterscheiden sich je nach Methode. Rechnungskauf kann Zahlungsausfälle verursachen, Lastschrift kann Rücklastschriften auslösen und Kartenzahlungen können Chargebacks mit sich bringen. Beim Bezahlen im Internet erwarten Kund:innen gleichzeitig, dass ihre Daten geschützt sind und die Abwicklung der Zahlung reibungslos funktioniert.
Für deinen Shop sind deshalb mehrere Ebenen wichtig:
- technische Absicherung wie Verschlüsselung und 3D Secure
- Betrugsanalyse im Zahlungsprozess
- klare Rückerstattungs- und Retourenprozesse
- sichere Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung im Adminbereich
- saubere Dokumentation von Versand, Zustellung und Kommunikation
Bekannte Bezahldienste können Vertrauen schaffen, ersetzen aber keine sauberen Prozesse. Entscheidend ist, dass jedes Zahlungsmittel zu deinem Geschäftsmodell passt und deine internen Abläufe nicht unnötig verkompliziert.
Lokale Zahlungsarten und internationale Märkte
Neben weit verbreiteten Online-Zahlungsarten wie PayPal, Kreditkarte oder Rechnungskauf gibt es lokale Zahlungsarten, die vor allem in bestimmten Ländern stark genutzt werden. Sie sind besonders wichtig, wenn du international verkaufst und Kund:innen im Checkout die Methode anbieten möchtest, die sie aus ihrem Heimatmarkt kennen.
Beispiele für relevante lokale Zahlungsarten in Europa sind:
- Österreich: EPS
- Niederlande: iDEAL / Wero
- Belgien: Bancontact
- Portugal: Multibanco
- Polen: BLIK und Przelewy24
- Schweiz: TWINT
- Schweden: Swish
- Dänemark und Finnland: MobilePay
All diese Dienste sind in ihrem Heimatland häufig genutzt. Theoretisch lassen sich einige davon auch in anderen Ländern verwenden, im Alltag sind sie dort aber oft weniger präsent. Deshalb lohnt sich eine lokale Methode vor allem dann, wenn du gezielt in ein bestimmtes Land verkaufst oder dort bereits Nachfrage hast.
Für internationale Märkte solltest du deshalb prüfen:
- Welche Währungen nutzt deine Kundschaft?
- Welche Zahlungsmethoden sind im Zielmarkt bekannt?
- Welche Rückerstattungs- und Retourenprozesse gelten?
- Welche Gebühren entstehen bei Fremdwährungen?
- Welche Zahlungsarten funktionieren mit deinem Versand- und Fulfillment-Modell?
Lokale Zahlungsarten sind kein Ersatz für ein solides Grundsetup. Sie erweitern deinen Checkout dort, wo sie echte Relevanz für Kund:innen haben.
Shopify Payments bietet eine Vielzahl von inländischen und internationalen Zahlungsmethoden, je nachdem, in welchem Land du ansässig bist.
Wie kann ich Zahlungsmethoden in Shopify einbinden?
Mit Shopify kannst du mehrere Zahlungsmethoden aktivieren. Wenn du dich zum Beispiel dazu entschieden hast, Shopify Payments zu nutzen, gehst du folgendermaßen vor:
Shopify Dashboard > Einstellungen > Zahlungen > Shopify Payments aktivieren.
Für die Einrichtung solltest du deine geschäftlichen und persönlichen Daten, Produkt- und Bankinformationen sowie deine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer bereithalten.
Andere Zahlungsmethoden kannst du wie folgt anbieten:
- Geh im Shopify-Adminbereich zu Einstellungen > Zahlungen.
- Wähle im Abschnitt Zusätzliche Zahlungsmethoden „Zahlungsmethoden hinzufügen“.
- Suche eine Zahlungsmethode oder eine:n Anbieter:in aus.
- Klicke auf „Aktivieren“.
- Trage deine Anmeldeinformationen für den ausgewählten Anbieter bzw. die ausgewählte Anbieterin ein.
- Klicke wieder auf „Aktivieren“.
Weitere Informationen zum Einbinden von Zahlungsmethoden findest du im Shopify Help Center.
Finde die richtige Mischung für deinen Onlineshop
Ein breites Angebot an Online-Zahlungsarten kann sich direkt auf deine Conversion Rate auswirken. Wenn Kund:innen ihre bevorzugte Methode im Checkout nicht finden, steigt das Risiko für Kaufabbrüche. Gleichzeitig gibt es kein Setup, das für jeden Shop gleichermaßen passt. Entscheidend sind Zielgruppe, Sortiment, Warenkorbwert, Retourenquote, Internationalisierung und Gebührenstruktur.
Für viele Shops in Deutschland ist eine Mischung aus diesen Zahlungsarten sinnvoll:
- PayPal
- Kauf auf Rechnung
- Kredit- und Debitkarten
- Lastschrift oder SEPA-Lastschrift
- Apple Pay und Google Pay
- Shop Pay
- optional: Ratenzahlung oder Buy now, pay later
- optional: lokale Zahlungsarten für internationale Märkte
Zahlungsarten sollten nicht nur nach Beliebtheit ausgewählt werden. Entscheidend ist auch, worauf sie achten sollten, wenn sie zu deinem Sortiment, deiner Zielgruppe und deinen Margen passen müssen: Gebühren, Ausfallrisiken, Retourenprozesse und Supportaufwand.
Analysen deiner bisherigen Bestellungen helfen dir dabei, die richtige Mischung zu finden. Prüfe, welche Methoden häufig genutzt werden, an welchen Stellen Kaufabbrüche entstehen und welche Zahlungsart besonders viele Rückfragen auslöst. Auch dein Customer Support kann wertvolle Hinweise liefern, etwa wenn Kund:innen wiederholt nach einer bestimmten Methode fragen.
Fazit: Biete deiner Kundschaft die Wahl
Online-Zahlungsarten gibt es viele und genau das macht sie für Händler:innen strategisch wichtig. Die Herausforderung besteht darin, den passenden Pool an Bezahlsystemen bereitzustellen, ohne den Checkout zu überladen.
Wenn du die Zahlungserwartungen deiner Kundschaft kennst, Gebühren vergleichst und Risiken realistisch einschätzt, kannst du eine Auswahl schaffen, die Vertrauen aufbaut und Kaufabbrüche reduziert. Für den deutschen Markt sind PayPal, Kauf auf Rechnung, Karten, Lastschrift und schnelle Checkout-Optionen eine sinnvolle Grundlage. Wenn du international verkaufst, solltest du zusätzlich lokale Methoden prüfen.
Weiterlesen
- Dropshipping Steuern- Darauf solltest du achten!
- Wie Mavi seine Performance im Onlineshop dank Onsite-Marketing steigerte und was du daraus lernen kannst
- Marketingautomatisierung: Dein Anfänger-Guide
- E-Mail-Marketing personalisieren- Kundenbindung über den Posteingang
- Wie du Instagram Stories für dein Marketing nutzt
- 6 Facebook Ads, mit denen du neue Kunden gewinnst und bestehende an dich bindest
- 15 lustige Lorem-Ipsum-Generatoren für etwas andere Blindtexte
- In 30 Tagen zum ersten Verkauf- Die ultimative Marketing-Checkliste für Entrepreneure
- Barter Deals- Produktmuster-Kampagnen mit Micro-Influencern - so gehst du's an!
- Social Selling- Beziehungsmanagement über Social Media
Häufig gestellte Fragen zu Online-Zahlungsarten
Wie viele Online-Zahlungsarten sollte ein Onlineshop anbieten?
Für viele Onlineshops reichen fünf bis acht gut ausgewählte Zahlungsarten aus. Wichtig ist, dass du die wichtigsten Kundenerwartungen abdeckst: Vertrauen, Schnelligkeit, mobile Nutzung, internationale Käufe und flexible Zahlungsmodelle.
Welche Online-Zahlungsarten eignen sich für mobile Käufer:innen?
Für mobile Käufer:innen eignen sich vor allem Apple Pay, Google Pay, Shop Pay und PayPal. Diese Methoden verkürzen den Checkout, weil Zahlungs- und Versanddaten häufig bereits hinterlegt sind und Kund:innen weniger manuell eingeben müssen.
Welche Online-Zahlungsart ist die sicherste?
Welche Bezahloption die sicherste ist, hängt von der Perspektive ab. Obwohl Zahlungsdienstleister:innen wie PayPal als sehr sicher gelten, ist die sicherste Methode aus Kundensicht noch immer der Kauf auf Rechnung. Für Händler:innen ist dagegen Vorkasse sehr attraktiv, da die Ware erst bewegt wird, wenn die Zahlung der Käufer:innen eingegangen ist.
Welche Zahlungsart ist für Händler:innen am sichersten?
Aus Händlersicht ist Vorkasse besonders risikoarm, weil du erst nach Zahlungseingang versendest. Sie ist für Kund:innen aber weniger komfortabel. Deshalb solltest du sichere Zahlungsarten immer mit nutzerfreundlichen Optionen wie PayPal, Rechnungskauf oder Karten kombinieren.
Was sind die beliebtesten Zahlungsarten?
Die 4 populärsten Zahlungsarten im Onlinehandel in Deutschland sind PayPal, Kauf auf Rechnung, Lastschriftverfahren und Kreditkarte.
Wie bezahle ich am besten online?
Es gibt keine pauschal beste Zahlungsart. Für Käufer:innen sind Datensicherheit und Komfort wichtig, während für Onlineshops vor allem Gebühren, Aufwand und Zahlungssicherheit die größte Rolle spielen.
Sollte ich Giropay noch in meinem Onlineshop anbieten?
Nein, Giropay solltest du nicht mehr als aktive Zahlungsart einplanen. Das Verfahren wurde eingestellt und ist deshalb für neue Zahlungsstrategien nicht mehr relevant. Stattdessen solltest du aktuelle Alternativen wie Wero, Karten, PayPal, Rechnungskauf oder lokale Zahlungsarten prüfen.












