Wer online verkaufen möchte, muss heute nicht mehr nur auf einen einzigen Vertriebskanal setzen. Verkaufsplattformen wie Amazon, eBay, Kaufland.de, OTTO oder Etsy bieten Händler:innen Zugang zu bestehenden Zielgruppen und können schnell für zusätzliche Sichtbarkeit sorgen. Gleichzeitig unterscheiden sich die einzelnen Verkaufsportale deutlich bei Reichweite, Gebühren, Zielgruppe, Wettbewerb und Anforderungen.
Welche Verkaufsplattform die richtige ist, hängt deshalb stark von deinem Sortiment, deiner Marge und deinem Geschäftsmodell ab. In diesem Beitrag vergleichen wir die wichtigsten Verkaufsplattformen in Deutschland, zeigen ihre Stärken und Schwächen und erklären, warum für viele Händler:innen eine Kombination aus Marktplätzen und eigenem Onlineshop besonders sinnvoll ist.
Was ist eine Verkaufsplattform?
Eine Verkaufsplattform ist ein digitaler Vertriebskanal, über den Händler:innen Produkte online anbieten und verkaufen. Dazu gehören Marktplätze wie Amazon oder eBay, spezialisierte Plattformen wie Etsy, Kleinanzeigenportale und Social Commerce. Sie bietet Reichweite, Infrastruktur und Verkaufsfunktionen, verlangt dafür aber Regeln, Gebühren und begrenzten Kundenzugang.
Wozu sind Verkaufsplattformen gut?
Verkaufsplattformen eignen sich vorwiegend dann, wenn du zwar schon eine Idee für den Verkauf, aber noch keinen eigenen Onlineshop hast oder noch keinen größeren Kundenkreis aufgebaut hast. Plattformen wie Amazon, eBay und Co. verfügen bereits über eine gewisse Reichweite und haben Tausende oder sogar Millionen Nutzer:innen weltweit, an die du deine Produkte verkaufen kannst.
Welche Arten von Verkaufsplattformen gibt es?
| Art | Beispiele | Geeignet für |
|---|---|---|
| Online-Marktplätze | Amazon, eBay, Kaufland, OTTO | gewerbliche Händler:innen mit breitem Sortiment |
| Nischenmarktplätze | Etsy, Avocadostore, Zalando | spezialisierte Produkte und Marken |
| Kleinanzeigenportale | Kleinanzeigen, Facebook Marketplace | lokale Verkäufe, Restposten, gebrauchte Waren |
| Social-Commerce-Plattformen | Facebook Marketplace, Instagram/Facebook Shops | Marken mit Community und Social-Reichweite |
| Eigener Onlineshop | Shopify | langfristiger Markenaufbau, Kontrolle und Kundenbindung |
Die besten Verkaufsplattformen in Deutschland im Vergleich
| Plattform | Geeignet für | Stärken | Schwächen |
|---|---|---|---|
| Amazon | Händler:innen mit breitem Sortiment und Fokus auf Reichweite | sehr hohe Sichtbarkeit, Fulfillment-Optionen, großes Kundenvertrauen | hoher Wettbewerb, Gebühren, starke Plattformabhängigkeit |
| eBay | Händler:innen mit Neuware, B-Ware, Gebrauchtware oder Nischenprodukten | Auktionen und Sofortkauf, große Reichweite, flexible Verkaufsmodelle | Preisdruck, teils komplexe Gebührenstruktur |
| Kaufland.de | Händler:innen mit breitem Sortiment im deutschen Markt starke | Handelsmarke, wachsende Marktplatzreichweite, viele Kategorien | Grundgebühren und Provisionen, zunehmender Wettbewerb |
| OTTO Market | etablierte Händler:innen und Marken | hohe Markenbekanntheit, vertrauensstarkes Umfeld, deutsche Zielgruppe | Zugangsvoraussetzungen, nicht für alle Händler:innen offen |
| Kleinanzeigen | lokale Verkäufe, Restposten, gebrauchte Waren | starke lokale Reichweite, einfache Nutzung, niedrige Einstiegshürden | wenig Automatisierung, begrenzte Skalierbarkeit |
| Etsy | Handmade, Vintage, Kreativprodukte | klare Zielgruppe, internationale Reichweite, starke Nische | begrenzte Eignung für Massenware, Gebühren je Listing/Verkauf |
| Vinted | Mode, Second-Hand, Accessoires | starke Fashion-Community, einfache Nutzung, hohe Relevanz für gebrauchte Kleidung | für klassische Händler:innen nur eingeschränkt geeignet |
| Avocadostore | nachhaltige Marken und Produkte | klare Wertepositionierung, relevante Zielgruppe, gute Nischenpassung | strenge Nachhaltigkeitskriterien, kleinere Reichweite |
| Hood | Händler:innen, die eine eBay-Alternative suchen | niedrigere Einstiegshürden, deutsche Plattform, breites Sortiment | geringere Reichweite als Amazon/eBay |
| Facebook Marketplace | lokale und communitynahe Verkäufe | Social-Reichweite, einfache Produktplatzierung, lokale Nachfrage | weniger professionelles Marktplatzumfeld, begrenzte Skalierung |
| Zalando | Mode-, Schuh-, Beauty- und Lifestyle-Marken | starke Fashion-Reichweite, hohe Markenbekanntheit | selektive Aufnahme, hohe operative Anforderungen |
| MediaMarktSaturn Marketplace | Elektronik, Haushalt, Technikzubehör | starke Handelsmarken, relevante Elektronik-Zielgruppe | begrenzte Sortimentslogik, Zugang nicht für alle Händler:innen geeignet |
Warum du Verkaufsplattformen und einen eigenen Onlineshop kombinieren solltest
Verkaufsplattformen können für Händler:innen ein wirkungsvoller Einstieg in den Online-Verkauf sein. Sie bringen bestehende Reichweite, vertraute Kaufprozesse und Zugang zu Zielgruppen, die du mit einem neuen Shop oft erst aufbauen müsstest. Gleichzeitig verkaufst du dort immer innerhalb eines fremden Systems: Plattformregeln, Gebühren, Sichtbarkeit, Kundendaten und Gestaltungsmöglichkeiten liegen nur teilweise in deiner Hand.
Ein eigener Onlineshop erfüllt deshalb eine andere Funktion. Er ist nicht in erster Linie ein Ersatz für Verkaufsplattformen, sondern kann die zentrale Basis deiner Marke bilden. Während Marktplätze dabei helfen, Nachfrage zu testen und zusätzliche Verkäufe zu generieren, ermöglicht dir ein eigener Shop mehr Kontrolle über Einkaufserlebnis, Kundenbeziehung, Sortiment, Inhalte und langfristige Wiederkäufe.
| Kriterium | Verkaufsplattform | Eigener Onlineshop |
|---|---|---|
| Reichweite | Zugang zu einer bestehenden Nutzerbasis und potenziell schnelle Sichtbarkeit | Reichweite muss über SEO, Werbung, Social Media, E-Mail oder andere Kanäle aufgebaut werden |
| Markenaufbau | Eingeschränkt, da Design, Darstellung und Kommunikation von der Plattform vorgegeben werden | Mehr Kontrolle über Branding, Inhalte, Produktpräsentation und Kundenerlebnis |
| Kundendaten | Häufig nur eingeschränkter Zugriff auf Kundendaten und Kaufverhalten | Direkterer Zugang zu Kundendaten, Bestellhistorie und Möglichkeiten zur Kundenbindung |
| Gebühren | Provisionen, Grundgebühren, Zahlungsgebühren oder Werbekosten können die Marge beeinflussen | Kosten entstehen etwa für Shopsystem, Zahlungsabwicklung, Apps, Marketing und Betrieb |
| Abhängigkeit | Sichtbarkeit und Verkaufserfolg hängen stark von Plattformregeln, Algorithmen und Wettbewerb ab | Mehr Unabhängigkeit, aber auch mehr Verantwortung für Traffic, Conversion und Betrieb |
| Skalierung | Schneller Zugang zu Nachfrage, aber oft mit hohem Wettbewerb und Preisdruck | Langfristig besser geeignet, um Marke, Kundenbindung und eigene Vertriebskanäle aufzubauen |
Die 12 wichtigsten Verkaufsplattformen in Deutschland im Detail
Welche Verkaufsplattform für dein Unternehmen sinnvoll ist, hängt stark von Sortiment, Zielgruppe, Marge und operativen Anforderungen ab. Große Marktplätze wie Amazon oder eBay bieten viel Reichweite, bringen aber auch Wettbewerb und Gebühren mit sich. Spezialisierte Plattformen wie Etsy, Avocadostore oder Zalando eignen sich dagegen eher für klar positionierte Sortimente. Für Händler:innen lohnt es sich deshalb, nicht nur auf Reichweite zu achten, sondern auch auf Gebührenmodell, Plattformregeln, Zielgruppe und langfristige Abhängigkeiten.
- Amazon
- eBay
- Kaufland.de
- OTTO Market
- Kleinanzeigen
- Etsy
- Vinted
- Avocadostore
- Hood
- Facebook Marketplace
- Zalando
- MediaMarktSaturn Marketplace
1. Amazon
Amazon gehört zu den reichweitenstärksten Verkaufsplattformen in Deutschland und eignet sich vor allem für Händler:innen, die ein skalierbares Sortiment, wettbewerbsfähige Preise und zuverlässige Prozesse bei Versand, Retouren und Kundenservice mitbringen. Besonders attraktiv ist Amazon für Produkte mit hoher Nachfrage, klarer Vergleichbarkeit und schneller Lieferfähigkeit.
| Punkt | Einschätzung |
|---|---|
| Geeignet für | Gewerbliche Händler:innen mit breitem Sortiment, hoher Lieferfähigkeit und Fokus auf Reichweite |
| Verkaufsmodell | Verkauf über Amazon Seller Central; Versand entweder selbst oder über Versand durch Amazon |
| Gebühren | Je nach Tarif, Kategorie und Versandmodell. Der professionelle Verkaufstarif kostet monatlich 39 €, zusätzlich fallen Verkaufsgebühren je Kategorie und gegebenenfalls Versand- oder Fulfillment-Kosten an. |
| Stärken | Sehr hohe Reichweite, großes Kundenvertrauen, starke Logistikoptionen, schnelle Skalierung möglich |
| Schwächen | Hoher Wettbewerb, Preisdruck, Abhängigkeit von Plattformregeln und Sichtbarkeit im Amazon-Ökosystem |
| Sinnvoll, wenn | Amazon als zusätzlicher Reichweitenkanal genutzt wird, während Markenaufbau, Kundenbindung und Wiederkäufe über den eigenen Onlineshop gestärkt werden |
2. eBay
eBay ist eine der bekanntesten Verkaufsplattformen für neue, gebrauchte und wiederaufbereitete Produkte. Die Plattform eignet sich nicht nur für Auktionen, sondern auch für gewerbliche Verkäufer:innen mit Festpreisangeboten, Nischenprodukten, B-Ware oder Ersatzteilen.
| Punkt | Einschätzung |
|---|---|
| Geeignet für | Händler:innen mit Neuware, Gebrauchtware, B-Ware, Sammlerartikeln, Ersatzteilen oder Nischenprodukten |
| Verkaufsmodell | Verkauf per Auktion oder Sofortkauf; gewerbliche Verkäufer:innen können zusätzlich eBay-Shops nutzen |
| Gebühren | Je nach Kategorie fallen Verkaufsprovisionen, fixe Gebühren pro Bestellung, Angebotsgebühren und optionale Shop-Gebühren an. Shop-Abos starten bei 39,95 € monatlich. |
| Stärken | Große Bekanntheit, flexible Verkaufsformate, gute Eignung für Nischen und preisbewusste Käufer:innen |
| Schwächen | Teils komplexe Gebührenstruktur, hoher Preisdruck, starke Vergleichbarkeit ähnlicher Angebote |
| Sinnvoll, wenn | eBay als zusätzlicher Absatzkanal für bestimmte Sortimente, Restposten, B-Ware oder Nischenprodukte genutzt wird |
3. Kaufland.de
Kaufland.de hat sich in Deutschland als relevanter Online-Marktplatz für gewerbliche Händler:innen etabliert. Die Plattform deckt viele Produktkategorien ab und ist besonders interessant für Verkäufer:innen, die neben Amazon und eBay einen weiteren großen Marktplatz mit deutscher Markenbekanntheit nutzen möchten.
| Punkt | Einschätzung |
|---|---|
| Geeignet für | Händler:innen mit breitem Sortiment, insbesondere in Kategorien wie Elektronik, Haushalt, Garten, Möbel, Sport, Spielwaren oder Tierbedarf |
| Verkaufsmodell | Marktplatzverkauf über Kaufland Global Marketplace; Zugang zu mehreren Kaufland-Marktplätzen je nach Tarif |
| Gebühren | Monatliche Grundgebühr je Tarif, zum Beispiel Basic (39,95 €) oder Plus (59,95 €), sowie kategorieabhängige Verkaufsprovisionen auf den Bruttoverkaufspreis inklusive Versand. |
| Stärken | Bekannte Handelsmarke, breite Kategorieabdeckung, relevante Reichweite in Deutschland, Alternative zu Amazon und eBay |
| Schwächen | Grundgebühren und Provisionen, wachsender Wettbewerb, Anforderungen an Produktdaten und operative Prozesse |
| Sinnvoll, wenn | Verkäufer:innen ihr Sortiment auf einem zusätzlichen deutschen Marktplatz platzieren und Multichannel-Verkauf systematisch ausbauen möchten |
4. OTTO Market
OTTO Market richtet sich vor allem an professionelle Händler:innen und Marken, die auf einem kuratierten deutschen Marktplatz verkaufen möchten. Die Plattform ist besonders relevant für etablierte Anbieter:innen mit verlässlichen Prozessen, passendem Sortiment und professioneller Produktdatenqualität.
| Punkt | Einschätzung |
|---|---|
| Geeignet für | Etablierte Händler:innen und Marken mit professionellen Prozessen und Sortimenten in passenden OTTO-Kategorien |
| Verkaufsmodell | Verkauf über OTTO Market mit Zugangsvoraussetzungen und kategorieabhängigen Konditionen |
| Gebühren | Monatliche Grundgebühr von 99,90 € sowie sortimentsabhängige Verkaufsprovisionen. Die in der Sortimentsübersicht ausgewiesene Zahlungsgebühr ist in den Provisionswerten bereits enthalten. |
| Stärken | Hohe Markenbekanntheit in Deutschland, vertrauensstarkes Umfeld, gute Eignung für professionelle Händler:innen |
| Schwächen | Zugangsvoraussetzungen, nicht für alle Händler:innen geeignet, höhere Anforderungen an Prozesse, Sortiment und Service |
| Sinnvoll, wenn | OTTO als zusätzlicher Premium-Marktplatz für etablierte Sortimente genutzt werden soll, während der eigene Shop als Markenbasis bestehen bleibt |
5. Kleinanzeigen
Kleinanzeigen ist vor allem für lokale Verkäufe, gebrauchte Waren, Restposten und regionale Nachfrage relevant. Für klassische, skalierbare E-Commerce-Modelle ist die Plattform weniger geeignet, kann aber für bestimmte Händlergruppen ein sinnvoller Zusatzkanal sein.
| Punkt | Einschätzung |
|---|---|
| Geeignet für | Lokale Händler:innen, Anbieter:innen von Gebrauchtwaren, Restposten, Einzelstücken, Fahrzeugen, Immobilien oder Dienstleistungen |
| Verkaufsmodell | Inseratsmodell mit direkter Kontaktaufnahme zwischen Anbieter:innen und Interessent:innen |
| Gebühren | Je nach Kategorie und Anzeigenanzahl können gewerbliche Anbieter:innen eine begrenzte Zahl kostenloser Anzeigen schalten; zusätzliche Anzeigen sind kostenpflichtig. Die Gebühren unterscheiden sich je nach Kategorie. |
| Stärken | Hohe lokale Reichweite, einfache Nutzung, gute Eignung für regionale Nachfrage und gebrauchte Produkte |
| Schwächen | Begrenzte Skalierbarkeit, wenig Automatisierung, nicht ideal für standardisierte E-Commerce-Prozesse |
| Sinnvoll, wenn | lokale Verkäufe, Restposten oder gebrauchte beziehungsweise generalüberholte Produkte ergänzend vermarktet werden sollen |
6. Etsy
Etsy ist eine spezialisierte Verkaufsplattform für Handmade-Produkte, Vintage-Artikel, Kreativbedarf und individuelle Waren. Die Plattform eignet sich besonders für Verkäufer:innen und Marken, die ein klar differenziertes Sortiment mit kreativem oder handwerklichem Charakter anbieten.
| Punkt | Einschätzung |
|---|---|
| Geeignet für | Händler:innen mit Handmade-Produkten, Vintage-Artikeln, personalisierten Produkten, Designs, Kunst oder Kreativbedarf |
| Verkaufsmodell | Marktplatzverkauf über eigene Etsy-Shops mit einzelnen Produkt-Listings |
| Gebühren | Pro Listing fällt eine Einstellgebühr an. Zusätzlich berechnet Etsy eine Transaktionsgebühr, Zahlungsbearbeitungsgebühren und gegebenenfalls Gebühren für Offsite-Ads. |
| Stärken | Klare Zielgruppe, internationale Reichweite, gute Eignung für kreative und personalisierte Produkte |
| Schwächen | Weniger geeignet für Massenware, Gebühren pro Listing und Verkauf, starker Wettbewerb in beliebten Nischen |
| Sinnvoll, wenn | Etsy zur Reichweitengewinnung für kreative Produkte genutzt wird und der eigene Shop parallel für Markenaufbau, Wiederkäufe und größere Warenkörbe sorgt |
7. Vinted
Vinted ist vor allem für Second-Hand-Mode, Accessoires und bestimmte gebrauchte Produkte bekannt. Für gewerbliche Händler:innen ist die Plattform nur eingeschränkt relevant und sollte vor allem dann geprüft werden, wenn das Sortiment klar zum Second-Hand- und Fashion-Kontext passt.
| Punkt | Einschätzung |
|---|---|
| Geeignet für | Anbieter:innen von Second-Hand-Mode, Accessoires und ausgewählten gebrauchten Produkten |
| Verkaufsmodell | Community- und Marktplatzmodell; gewerblicher Verkauf ist nur unter bestimmten Voraussetzungen und je nach Verfügbarkeit von Vinted Pro möglich |
| Gebühren | Vinted Pro wird offiziell als kostenlos beschrieben. Händler:innen sollten jedoch prüfen, ob und unter welchen Bedingungen Vinted Pro im jeweiligen Land verfügbar ist. |
| Stärken | Starke Fashion-Community, hohe Bekanntheit im Second-Hand-Bereich, einfache Produktplatzierung |
| Schwächen | Für klassische gewerbliche Händler:innen nur eingeschränkt geeignet, begrenzte Sortimentsbreite, Verfügbarkeit professioneller Verkäuferfunktionen prüfen |
| Sinnvoll, wenn | Second-Hand-, Vintage- oder Pre-Owned-Sortimente ergänzend über eine communitynahe Plattform verkauft werden sollen |
8. Avocadostore
Avocadostore ist ein Nischenmarktplatz für nachhaltige Produkte. Die Plattform eignet sich vor allem für Händler:innen und Marken, deren Sortiment glaubwürdig zu Nachhaltigkeit, Fairness, Ressourcenschonung oder ähnlichen Kriterien passt.
| Punkt | Einschätzung |
|---|---|
| Geeignet für | Nachhaltige Marken und Händler:innen mit Produkten aus Bereichen wie Mode, Wohnen, Kosmetik, Lifestyle oder Haushalt |
| Verkaufsmodell | Kuratierter Nischenmarktplatz mit Nachhaltigkeitsanforderungen an Produkte und Anbieter:innen |
| Gebühren | Einmalige Registrierungsgebühr (249 €), monatliche Marktplatzgebühr (39,95 €), Verkaufsprovision und Zahlungsgebühr auf den Bruttoverkaufspreis. |
| Stärken | Klare Wertepositionierung, relevante Zielgruppe, gute Passung für nachhaltige Marken |
| Schwächen | Kleinere Reichweite als große Marktplätze, strenge Anforderungen, nicht für jedes Sortiment geeignet |
| Sinnvoll, wenn | nachhaltige Produkte zusätzlich in einem glaubwürdigen Nischenumfeld sichtbar gemacht werden sollen |
9. Hood
Hood.de ist eine deutsche Verkaufsplattform und kann für Händler:innen interessant sein, die eine Alternative oder Ergänzung zu eBay suchen. Die Plattform deckt viele Kategorien ab und positioniert sich mit vergleichsweise niedrigen Einstiegshürden.
| Punkt | Einschätzung |
|---|---|
| Geeignet für | Händler:innen mit breitem Sortiment, Nischenprodukten oder Bedarf an zusätzlicher Marktplatzpräsenz in Deutschland |
| Verkaufsmodell | Verkauf über Hood-Shops mit kategorieabhängigen Verkaufsprovisionen |
| Gebühren | Im Shop-Modell fallen keine Angebotsgebühren an. Verkaufsprovisionen variieren je Kategorie; zusätzlich gibt es kostenpflichtige Shop-Tarife (ab 21,00 €). |
| Stärken | Deutsche Plattform, breite Kategorieabdeckung, Alternative zu großen Marktplätzen, keine Angebotsgebühren im Shop-Modell |
| Schwächen | Geringere Reichweite als Amazon, eBay oder Kaufland, weniger starke Markenbekanntheit |
| Sinnvoll, wenn | zusätzliche Sichtbarkeit für ausgewählte Sortimente geschaffen werden soll, ohne ausschließlich von großen Marktplätzen abhängig zu sein |
10. Facebook Marketplace
Facebook Marketplace eignet sich vor allem für lokale, communitynahe und visuell leicht verständliche Produkte. Für professionelle Händler:innen ist die Plattform weniger ein klassischer Marktplatz mit standardisierten Händlerkonditionen, sondern eher ein zusätzlicher Sichtbarkeits- und Social-Commerce-Kanal.
| Punkt | Einschätzung |
|---|---|
| Geeignet für | Lokale Händler:innen, kleinere Sortimente, gebrauchte Produkte, Restposten und communitynahe Angebote |
| Verkaufsmodell | Produktplatzierung über Facebook Marketplace beziehungsweise Social-Commerce-Funktionen von Meta; je nach Setup mit Weiterleitung zum eigenen Shop |
| Gebühren | Relevante Kosten entstehen vor allem durch optionale Werbung, Zahlungsabwicklung im eigenen Shop oder externe Prozesse. |
| Stärken | Große Social-Reichweite, lokale Sichtbarkeit, einfache Produktkommunikation, Nähe zur Community |
| Schwächen | Weniger professionelles Marktplatzumfeld, begrenzte Skalierung, unklare Eignung für komplexe Händlerprozesse |
| Sinnvoll, wenn | Produkte über Social Commerce sichtbar gemacht und Interessent:innen gezielt in den eigenen Shop geführt werden sollen |
11. Zalando
Zalando ist für Mode-, Schuh-, Beauty- und Lifestyle-Marken ein besonders relevanter Marktplatz. Der Zugang ist jedoch kuratiert und nicht für alle Händler:innen offen. Die Plattform eignet sich vor allem für professionelle Marken mit starker Sortimentspassung und hohen operativen Standards.
| Punkt | Einschätzung |
|---|---|
| Geeignet für | Mode-, Schuh-, Beauty- und Lifestyle-Marken mit professioneller Logistik, passendem Sortiment und Markenpositionierung |
| Verkaufsmodell | Kuratiertes Partnerprogramm; Partner:innen behalten Kontrolle über Sortiment und Preise, verkaufen aber innerhalb des Zalando-Ökosystems |
| Gebühren | Öffentliche Quellen nennen Gebührenarten wie Grundgebühr, Marketplace-Service-Gebühr und Zahlungsgebühr. Konkrete Konditionen sind nicht vollständig öffentlich einsehbar und sollten direkt mit Zalando geprüft werden. |
| Stärken | Sehr starke Fashion-Reichweite, hohe Markenbekanntheit, relevante Zielgruppe für Mode und Lifestyle |
| Schwächen | Selektiver Zugang, hohe Anforderungen an Sortiment, Logistik, Service und Markenfit |
| Sinnvoll, wenn | eine etablierte Fashion- oder Lifestyle-Marke zusätzliche Reichweite über einen kuratierten Marktplatz aufbauen möchte |
12. MediaMarktSaturn Marketplace
Der MediaMarktSaturn Marketplace ist vor allem für Händler:innen aus den Bereichen Elektronik, Technik, Haushalt und Zubehör relevant. Durch die starke Markenbekanntheit von MediaMarkt und Saturn kann der Marktplatz für passende Sortimente ein attraktiver zusätzlicher Vertriebskanal sein.
| Punkt | Einschätzung |
|---|---|
| Geeignet für | Händler:innen mit Elektronik, Technikzubehör, Haushaltsgeräten, Smart-Home-Produkten oder verwandten Sortimenten |
| Verkaufsmodell | Kuratierter Marktplatz innerhalb des MediaMarktSaturn-Ökosystems |
| Gebühren | Monatsbeitrag in Höhe von 39,00 € netto und zusätzliche Provisionen |
| Stärken | Starke Handelsmarken, relevante Zielgruppe für Technik und Elektronik, hohes Vertrauen im deutschen Markt |
| Schwächen | Nicht für alle Sortimente geeignet, Zugang und Konditionen müssen individuell geprüft werden |
| Sinnvoll, wenn | Technik- oder Elektroniksortimente zusätzlich über einen bekannten spezialisierten Handelsmarktplatz verkauft werden sollen |
Wie wählst du die passende Verkaufsplattform aus?
Die beste Verkaufsplattform ist nicht automatisch die mit der größten Reichweite. Entscheidend ist, ob sie zu deiner Zielgruppe, deinem Sortiment, deiner Marge und deinen internen Prozessen passt. Diese Punkte helfen dir bei der Auswahl:
- Zielgruppe prüfen: Verkaufe dort, wo deine Kund:innen tatsächlich suchen. Amazon und eBay eignen sich für breite Sortimente, Etsy für kreative Produkte, Zalando für Mode, Avocadostore für nachhaltige Marken und Kleinanzeigen für lokale Verkäufe.
- Gebühren realistisch kalkulieren: Berücksichtige nicht nur Verkaufsprovisionen, sondern auch Grundgebühren, Zahlungs-, Versand-, Retouren- und Werbekosten. Eine Plattform lohnt sich nur, wenn nach allen Kosten genügend Marge bleibt.
- Wettbewerb einschätzen: Prüfe, wie viele ähnliche Produkte bereits angeboten werden und wie stark der Preisdruck ist. Je vergleichbarer dein Produkt, desto wichtiger sind klare Differenzierung, gute Produktdaten und ein wettbewerbsfähiger Preis.
- Plattformanforderungen beachten: Manche Plattformen sind leicht zugänglich, andere stellen höhere Anforderungen an Produktdaten, Logistik, Retouren oder Service. Besonders kuratierte Marktplätze wie OTTO, Zalando oder MediaMarktSaturn eignen sich eher für professionelle Händler:innen.
- Technische Anbindung prüfen: Je mehr Kanäle du nutzt, desto wichtiger werden saubere Schnittstellen. Prüfe, ob sich Produktdaten, Lagerbestände, Preise, Bestellungen und Retouren zuverlässig zwischen deinem Shop, deinem Warenwirtschaftssystem und der Verkaufsplattform synchronisieren lassen. Das reduziert manuelle Arbeit und verhindert Überverkäufe oder fehlerhafte Produktinformationen.
- Mit wenigen Kanälen starten: Beginne lieber mit ein oder zwei passenden Plattformen, statt zu viele Kanäle gleichzeitig zu bedienen. So kannst du testen, wo Nachfrage, Sichtbarkeit und profitable Verkäufe entstehen.
- Eigenen Onlineshop mitdenken: Verkaufsplattformen bringen Reichweite, dein eigener Shop stärkt Marke, Kundenbindung und Kontrolle. Langfristig ist oft die Kombination aus Marktplätzen und eigenem Onlineshop am sinnvollsten.
Fazit: Die beste Verkaufsplattform hängt von deinem Geschäftsmodell ab
Verkaufsplattformen können ein wirkungsvoller Weg sein, um online schneller Reichweite aufzubauen und neue Zielgruppen zu erreichen. Welche Plattform am besten passt, hängt jedoch von deinem Sortiment, deiner Zielgruppe, deinen Margen und deinen internen Prozessen ab. Amazon und eBay bieten besonders große Reichweite; Kaufland.de und OTTO sind wichtige Marktplätze für den deutschen Markt, während Plattformen wie Etsy, Avocadostore, Zalando oder MediaMarktSaturn vor allem für spezialisierte Sortimente interessant sind.
Für Händler:innen ist es wichtig, nicht nur auf Bekanntheit und Traffic zu achten. Gebühren, Wettbewerb, technische Anforderungen, Produktdaten, Logistik und Kundenservice entscheiden mit darüber, ob sich ein Vertriebskanal langfristig lohnt. Starte deshalb lieber mit wenigen passenden Plattformen, teste die Ergebnisse sorgfältig und erweitere deine Kanäle schrittweise.
Langfristig ist häufig die Kombination aus Verkaufsplattformen und eigenem Onlineshop am stärksten: Marktplätze sorgen für zusätzliche Sichtbarkeit und Verkäufe, während dein eigener Shop die Grundlage für Markenaufbau, Kundenbindung und mehr Kontrolle über dein Geschäft bildet.
Häufig gestellte Fragen zu Verkaufsplattformen
Wie kannst du mit dem Online-Verkauf anfangen?
Zunächst kannst du mithilfe einer geeigneten E-Commerce-Plattform einen eigenen Onlineshop erstellen. Bestehende Verkaufsplattformen wie Amazon, eBay und Co. ermöglichen zudem, deine Produkte zu verkaufen.
Was sind die besten Verkaufsplattformen?
Zu den besten Verkaufsplattformen in Deutschland gehören unter anderem eBay, Amazon, Etsy, Vinted und Avocadostore. Viele dieser Plattformen bieten den Kauf und Verkauf nahezu aller Produkte an, wobei sich einige beispielsweise auf Kleidung oder nachhaltige Produkte spezialisieren.
Kannst du auf mehreren Verkaufsplattformen gleichzeitig verkaufen?
Ja, der Verkauf über mehrere Plattformen ist möglich und kann zusätzliche Reichweite bringen. Wichtig ist, Bestände, Preise, Produktdaten und Bestellungen zentral zu verwalten, damit es nicht zu Überverkäufen oder doppelter Pflege kommt.
Welche Verkaufsplattform eignet sich für B2B-Produkte?
Für B2B-Produkte können je nach Sortiment Amazon Business, eBay, Kaufland.de oder spezialisierte B2B-Marktplätze sinnvoll sein. Bei erklärungsbedürftigen Produkten, individuellen Preisen oder größeren Bestellmengen ist ein eigener Onlineshop mit B2B-Funktionen oft die bessere Basis.
Wo kannst du deine Produkte kostenlos verkaufen?
Verkaufsplattformen wie Facebook Marketplace und eBay Kleinanzeigen bieten einen kostenlosen Verkauf von Produkten an.
Welche lokalen Verkaufsplattformen gibt es?
eBay Kleinanzeigen, Facebook Marketplace und Hood spezialisieren sich vor allem auf den lokalen Kauf und Verkauf von Produkten in Deutschland. Bei solchen Plattformen stehst du im direkten Kontakt zu deinen Käufer:innen, um den Preis zu verhandeln.












